Bergstraße

Pandemie Nach Tests in Flüchtlings-Unterkunft / Gesamtzahl der Infizierten steigt auf 349

Acht neue Corona-Fälle im Kreis

Bergstraße.Im Kreis Bergstraße gibt es acht neue Corona-Infektionsfälle. Sie stehen nach Angaben aus dem Landratsamt alle im Zusammenhang mit einer Flüchtlings-Unterkunft und wurden aus Lampertheim (6), Gorxheimertal und Mörlenbach gemeldet. Die Fälle seien aufgrund von Tests des Gesundheitsamtes bekannt worden.

Insgesamt sind damit jetzt 349 Infektionsfälle bekannt. Drei Patienten liegen im Krankenhaus. Zur Zahl der Genesenen machte der Kreis heute keine Angaben.

In Hessen ist die Zahl der Corona-Fälle geringfügig gestiegen. Wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilte, sind bis heute,14 Uhr, 9670 Betroffene gezählt worden, 14 mehr als gestern. An der Krankheit war ein Mensch mehr gestorben, die Zahl der Todesfälle erhöhte sich damit auf 458. In der Statistik des Ministeriums werden nur Angaben erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingegeben wurden.

Bei den regionalen Zahlen der Corona-Fälle sind die Städte und Gemeinden weiterhin ein gutes Stück von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt. Wenn diese erreicht wird, drohen wieder Beschränkungen des öffentlichen Lebens. In den meisten Fällen war die Zahl der Neuinfektionen einstellig. Im Kreis Bergstraße sind in den vergangenen sieben Tagen nach Angaben des Landratsamtes sieben neue Fälle bekannt geworden. Der Grenzwert liege bei 135 Fällen.

Bundesweit sind bis zum Nachmittag über 178.000 Infektionen registriert worden (Vortag Stand 16.15 Uhr: mehr als 177.500 Infektionen). Mindestens 8222 Infizierte sind den Angaben zufolge bundesweit gestorben (Vortag: 8187). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach aktuellsten Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag bei 0,85 (Datenstand 22. Mai, 0 Uhr). Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,91. Er zeigt das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen.

Nach weiteren Schätzungen des RKI haben rund 159.900 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle. dpa/tm

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