Bergstraße

Im Einsatz Mechatroniker auf Montage

Als Allrounder unterwegs

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Wenn ein Mechatroniker ein Produkt angefertigt und getestet hat, dann steht nach der Auslieferung der Ware die Montage beim Kunden an. Eben das macht den Beruf des Mechatronikers sehr vielseitig, denn bei einigen Firmen ist es üblich, dass die fertigen Produkte auch beim Kunden vor Ort montiert werden.

Für die Montage reist ein Mitarbeiter – oder gleich ein ganzes Team – der Firma zum Kunden. Solche Vor-Ort-Montagen können weltweites Reisen erfordern. Beim Kunden muss das Produkt aufgebaut werden, dies kann sich – je nach Größe der Anlage – über Stunden, Tage, Wochen bis hin zu Monaten hinziehen.

Bevor das Produkt jedoch an den Kunden ausgeliefert werden kann, muss die Maschine am Produktionsstandort aufgebaut und getestet werden. Nachdem alle Tests abgeschlossen sind und die Maschine abgebaut ist, wird sie verpackt und per Flugzeug, Schiff oder Lkw zum Kunden gebracht.

Überhaupt ist die Montage der Anlass gewesen, wieso es den Mechatroniker als Berufsbild überhaupt gibt: Die Idee dabei war, mehrere Berufe in einem Berufsbild zu vereinen, die man bei der Vor-Ort-Montage benötigt. Dadurch sollen Mitarbeiter und letztlich Kostengespart werden.

Einfallsreichtum ist gefragt

Beim Kunden selbst muss die Maschine aufgebaut, ausgerichtet und angeschlossen werden. Anschließend wird eine Endabnahme gemacht. Das bedeutet, die Teile müssen aus den Transportkisten ausgepackt werden, danach werden sie – je nachdem mit Kran oder Staplern – zu dem Platz gebracht, an dem sie montiert werden.

Dies kann sich auch mal schwierig gestalten, wenn beispielsweise die genannte Hilfsmittel nicht zur Verfügung stehen oder die Maschine entgegen der ursprünglichen Planung vor Ort anders positioniert werden soll. Dann ist Einfallsreichtum gefragt. Wenn die Teile dann tatsächlich an Ort und Stelle sind, müssen sie in die richtige Position gebracht und ausgerichtet werden.

Es geht um Tausendstel

Da es sich hier um Maschinenbau handelt, muss dies mit hochpräzisen Messinstrumenten geschehen, die auf Hundertstel bis Tausendstel Millimeter genau arbeiten. Wenn das geschafft ist, muss die Elektronik angeschlossen werden, Sensoren, Stromversorgungen und Schaltschränke werden untereinander verbunden, sodass am Ende alles von mehreren Computerbildschirmen aus gesteuert werden kann.

Wenn das alles erledigt ist, dann wird die Maschine erneut getestet und damit die Inbetriebnahme gemacht. Erst dann wird sie an den Kunden übergeben.

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