Bergstraße

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Mitgliederversammlung in Fürth / Neue Homepage informiert über Termine und Neuigkeiten

Appell für mehr Bäume in den Städten

Archivartikel

Bergstraße.Zur Mitgliederversammlung ist der Kreisverband Bergstraße der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) jetzt im Forsthaus Almen in Fürth-Weschnitz zusammengekommen. Dabei wies Vorsitzender Wolfram Grüneklee auf den neuen Internetauftritt der Kreisgruppe hin. Online wird ab sofort über Veranstaltungen, Aktionen, Einsätze und Neuigkeiten informiert.

Baum des Jahres gepflanzt

In seinem Jahresbericht ging Grüneklee insbesondere auf die vielen Aktionen, Ausflüge und sonstigen Veranstaltungen ein, darunter die Aktionen „Sauberhaftes Lorsch“ und „Natur in unserer Umgebung“ im Lorscher Vogelpark sowie der Jahresausflug zur Landesgartenschau nach Bad Schwalbach. Auch der Baum des Jahres wurde wieder in Lorsch gepflanzt.

Zudem war der Kreisverband auch bei der 1250-Jahr-Feier der Gemeinde Einhausen präsent: Zusammen mit der Sparkasse Bensheim, dem Bergsträßer Anzeiger und der Gemeinde wurde die Aktion „1250 Pflanzen für Einhausen“ durchgeführt. Bei der Feier des Kreises Bergstraße am Tag der Deutschen Einheit pflanzte die SDW am Einhäuser Friedhof ein „Einheitsdenkmal“. Damit wollen die Aktiven die alte Tradition der Naturdenkmale in den Städten wieder aufleben lassen.

Mit drei Bäumen – Eiche, Buche und Kiefer – wird ein Denkmal kreiert, das künftig mit seinem zusammenwachsenden Kronendach an die Wiedervereinigung erinnern soll. Nach Bensheim und Lorsch entstand in Einhausen nun bereits das dritte Einheitsdenkmal im Kreisgebiet. Bei der Mitgliederversammlung erinnerte Grüneklee an die prägende Hitze- und Trockenperiode des vergangenen Jahres.

„Auch unsere Wälder haben unter diesen Wetterextremen sehr gelitten: Durch die Trockenheit wurden die Bäume geschwächt, so dass Insekten und vor allem Pilze zu ihrem Absterben führten.“ Betroffen seien alle Baumarten, also Laub- und Nadelbäume und nicht, wie fälschlicherweise oft dargestellt, nur die Nadelbäume, so der Experte.

Pflanzenkübel sind kein Ersatz

„Auch die Menschen in den Städten hatten stark unter den Wetterextremen zu leiden“, sagte Grüneklee und forderte mehr Bäume in den Städten und Gemeinden. „Bäume spenden Schatten, senken die Temperatur, wirken als Staub- und Aerosolfilter und produzieren Sauerstoff“, zählte er die Vorzüge auf.

„Es kann nicht sein, dass noch immer stattliche Bäume in den Städten abgeholzt werden, nur weil das Laub die Straßen und Bürgersteige ,verschmutzt‘. Auch das ersatzweise Aufstellen von Pflanzkübeln kann die heilsame Wirkung großer Bäume keinesfalls ersetzen“, so Grüneklee weiter.

Ein weiteres Thema bei der Mitgliederversammlung war die Erweiterung des Steinbruchs der Firma Röhrig in Heppenheim-Sonderbach Richtung Juhöhe. „Der Kreisverband hat beim Landesverband eine Resolution gegen die Aufhebung des Schutzwaldstatus’ eingebracht, die einstimmig von der Landesdelegiertenversammlung angenommen wurde“, berichtete der Vorsitzende.

Erfreut zeigte er sich über die Mitgliederentwicklung des Kreisverbands: Entgegen dem allgemeinen Trend konnten im vergangenen Jahr so viele Mitglieder aufgenommen werden wie seit langem nicht mehr. Auch in diesem Jahr sind wieder zahlreiche Aktivitäten in Vorbereitung, die auf der Homepage veröffentlicht werden. Der Fürther Revierförster Jens Eder ging auf den Berufsstand des Köhlers und der Funktion eines Kohlenmeilers ein. Bei einem Imbiss klang die Versammlung gemütlich aus. zg

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