Bergstraße

Artenschutz geht alle an: Regierungspräsidium warnt vor illegalen Urlaubsmitbringseln

Archivartikel

Südhessen.In wenigen Wochen beginnt wieder die Hauptreisezeit, die viele Menschen in ferne Länder führt. Und so exotisch wie viele Reiseziele anmuten, sind oftmals auch die Souvenirs, die dort feilgeboten werden. Doch nicht alles, was im Ausland auf Märkten oder in Geschäften verkauft wird, darf mit nach Hause genommen werden. Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt als zuständige Behörde für Internationalen Artenschutz warnt deshalb Urlauber vor illegalen Mitbringseln.

Der Zoll am Flughafen findet im Reisegepäck immer wieder Souvenirs, die aus geschützten Tieren oder Pflanzen hergestellt wurden. Häufig handelt es sich bei den Souvenirs um Exemplare, die dem Artenschutz unterliegen und deshalb entweder gar nicht gehandelt werden dürfen oder nur unter strengen Voraussetzungen. Werden solche Exemplare widerrechtlich erworben und „exportiert“, kann dies bei der Einfuhr nach Deutschland für den „Importeur“ strafrechtliche Folgen haben.

Nicht nur die Konsequenzen für die Urlauber sind unangenehm – der Schaden für die Natur ist nicht mehr rückgängig zu machen. Waren aus Korallenteilen, Tierhäuten wie Reptilleder, exotische Muscheln, Schnitzereien aus Elfenbein oder exotischen Hölzern sollten im Zweifel lieber erst gar nicht gekauft werden – dadurch entfiele bei den Einheimischen in den Herkunftsländern auch der Anreiz, weitere solche „Produkte“ herzustellen und den Auslandsgästen zum Kauf anzubieten.

Wer mit kritisch-wachen Augen reist, erspart sich bei der Heimkehr ein Negativ-Erlebnis und trägt zum Umwelt- und Artenschutz bei. Im Internet informieren das Bundesamt für Naturschutz und der Zoll gemeinsam darüber, worauf bei Reisen zum Thema Artenschutz zu achten ist und welche geschützten Tiere und Pflanzen sowie illegalen Erzeugnisse angeboten werden könnten. red/BILD: RP

Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel