Bergstraße

Weingilde Bergstraße Einladung zu einem Vortragsabend, bei dem es um ein Projekt der Hochschule Geisenheim geht / Sieben Bergsträßer Weinbauern beteiligt

Auf dem Weg zu weniger Nitrat im Weinberg

Bergstraße.Weinbau und Gewässerschutz heißt das Thema, das die Weingilde Bergstraße im Rahmen des Bergsträßer Weinfrühlings zusammen mit der Hochschule Geisenheim und dem Weingut Simon-Bürkle aus Zwingenberg am Freitag, 25. Mai, vorstellt. Veranstaltungsort ist der Gemeindesaal der katholischen Gemeinde Zwingenberg (Heidelberger Straße 18). Beginn ist um 19.30 Uhr.

Wasser ist unser höchstes Gut. Deshalb müssen die Ansprüche an die Wasserqualität auf höchstem Niveau liegen. Wasser ist nicht vermehrbar und wird im Zuge der Klimaveränderung eine weltweit immer knappere und umso wertvollere Ressource werden. Hier tragen Landwirtschaft und Weinbau eine große Verantwortung.

Partner der Forscher

Die Hochschule Geisenheim berät die Winzer, wie sie die Nitratkonzentration und die Stickstoffbelastung im Grundwasser durch schonende Bodenbearbeitung und gewässerschonende Düngung der Weinberge verringern können. Sieben Winzer beteiligen sich in der Region Bergstraße als sogenannte Leitbetriebe an diesem Projekt. Dabei ist auch das Weingut Simon-Bürkle, das als Partner der Hochschule über seine Erfahrungen berichten wird.

Nach der europäischen Wasserrahmenrichtlinie soll eine Unterschreitung der Grenzwerte von Stickstoff, Phosphat und Pflanzenschutzmittel im Grundwasser und in Oberflächengewässern erreicht werden. Die Ergebnisse der bisherigen Überwachungsprogramme zeigen teilweise einen schlechten chemischen Zustand von Grundwasser in Hessen und bilden somit ein Gefährdungspotential.

Kein Widerspruch

Bei dieser Präsentation soll gezeigt werden – auch an Hand von praktischen Beispielen –, dass sich Gewässerschutz und qualitätsorientierter Weinbau nicht ausschließen. Vor allen Dingen die Nitratbelastung des Grundwassers ist beim Weinbau von zentraler Bedeutung; denn durch eine kurze Vegetationszeit, einen späten Vegetationsbeginn und die geringe Nährstoffeffizienz von Reben ergibt sich ein hohes Stickstoffbelastungspotenzial.

Auch über eine sinnvolle, wirksame Begrünung wird zu reden sein, denn es gibt genug Pflanzen, die überschüssiges Nitrat aufnehmen über die Wintermonate speichern, bis die Rebe den Stickstoff im Frühjahr wieder benötigt.

Die Präsentation von Isa Dettweiler und Robert Kunz von der Hochschule Geisenheim, dem Institut für Bodenkunde und Pflanzenernährung, wird aufgelockert mit einer Weindegustation des Weingutes Simon-Bürkle. Vier Weiße und zwei Rote aus Zwingenberger Lagen bilden die Grundlage für einen stickstoff- und nitratfreien Weingenuss.

Alle Weininteressierten und auch Winzer sind zu dieser Veranstaltung eingeladen. Anmeldung über die Homepage der Weingilde. red

Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel