Bergstraße

Gesundheitsversorgung Schulung für Rettungskräfte im Kreis Bergstraße

Auf Notfälle mit Kindern vorbereitet sein

Archivartikel

Bergstraße.Landrat Christian Engelhardt und die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz kamen kürzlich mit Verantwortlichen des Vereins „HeldenStärker“ zusammen. Gemeinsam mit Alexandra Kleiné (Abteilungsleiterin für Gefahrenabwehr) sowie Dr. Manfred Scheuer (ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes) wollten sie sich über die Arbeit des Vereins informieren und Beteiligungsmöglichkeiten des Kreises ausloten. „HeldenStärker“ setzt sich dafür ein, dass Rettungskräfte im Kreis Bergstraße und in den angrenzenden Regionen über den Standard hinaus auf medizinische Notfälle, bei denen Kinder betroffen sind, vorbereitet werden.

„Wir begrüßen das Engagement des noch jungen Vereins HeldenStärker sehr“, hob der Landrat hervor. „Denn Kinder sind keine kleinen Erwachsenen – daher müssen sie bei medizinischen Notfällen mitunter auch andere, spezifische Rettungsmaßnahmen erhalten.“ Gesundheitsdezernentin Stolz ergänzte: „Ich bin sehr dankbar für diese Initiative. Sie kann dazu beitragen, die Gesundheitsversorgung im Kreis an einer ganz entscheidenden Stelle zu verbessern. Ein Rettungsdiensteinsatz, bei dem Kinder betroffen sind, ist auch für erfahrene Rettungskräfte eine besondere Herausforderung.“

„HeldenStärker“ wird künftig Kindernotfall-Fortbildungen für die Rettungskräfte im Kreis ermöglichen. Der Verein wird diese kostenintensiven Kurse durch Spenden finanzieren und übernimmt mit diesen Geldern 80 Prozent der Teilnehmer-Beiträge. Die Schulungen werden in Kleingruppen stattfinden, sehr praxisbezogen ausgerichtet sein und weit über den üblichen Standard hinausgehen. Die Inhalte wurden individuell mit den Rettungsorganisationen des Kreises festgelegt. Neben den Schulungen für die Rettungskräfte will der Verein mittelfristig auch niedergelassene Ärzte und Krankenhauspersonal auf die Erstversorgung von Kindern bestmöglich vorbereiten. Sofern dem Verein ausreichend Gelder zur Verfügung stehen, könnten langfristig auch Erzieher intensiver als Ersthelfer ausgebildet werden.

Stefanie Seeger, Vorsitzende von „HeldenStärker“: „Zunächst liegt unser Fokus auf dem Kreis Bergstraße. Wir können uns aber gut vorstellen, unser Angebot auch auf die angrenzenden Einsatzgebiete auszuweiten, wenn die Kurse im Kreis gut angelaufen sind. Die Rettungswagen stoppen ja auch nicht an der Kreisgrenze“. In Grenzgebieten helfe der Rettungswagen, der am nächsten ist – ganz gleich, ob er aus dem Odenwaldkreis kommt oder von Darmstadt-Dieburg.

Der Landrat und die Gesundheitsdezernentin sicherten Unterstützung bei der wichtigen Netzwerkarbeit zu und werden für das Anliegen von „HeldenStärker“ Öffentlichkeit schaffen. Denn: „Die Initiatoren des Vereins haben aus persönlicher Betroffenheit mit viel Engagement etwas geschaffen, das allen helfen wird. Das hat mich sehr beeindruckt“, so Engelhardt.

Die Vorsitzende von „HeldenStärker“ ist vor allem dankbar: „Dass die Leitstelle des Kreises die Idee von Anfang an positiv aufgenommen hat und dass wir nun auch von höchster Stelle den Rücken gestärkt bekommen, ist einfach großartig.“ Zum Auftakt der Kooperation wird der Landrat persönlich die erste Schulung besuchen, die der Verein organisiert hat und die heute und morgen stattfindet. red

www.heldenstaerker.de

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