Bergstraße

Verkehr Nächster Abschnitt der Sanierung an der A 6 beginnt an diesem Wochenende

B 44 und A 6 bei Lampertheim werden wieder zum Nadelöhr

Metropolregion.Die Autobahnabfahrt Mannheim-Sandhofen an der A 6 wird ab Samstag voraussichtlich für die nächsten drei Wochen erneut zum Nadelöhr. Grund ist der zweite Teil der Sanierungsarbeiten an der Bundesstraße 44 zwischen Lampertheim und Mannheim, die unter der Autobahn verläuft. Abermals muss deshalb jeweils eine Fahrbahn pro Fahrtrichtung wegfallen. Außerdem werden – je nach Bauphase – Ab- und Auffahrten der Autobahn gesperrt.

Bereits beim ersten Teil der Bundesstraßen-Sanierung Mitte Mai hatte es lange Staus gegeben. Nicht zuletzt wegen einer anderen Baustelle in Mannheim-Sandhofen hatten Verkehrsteilnehmer mehrere Stunden Wartezeiten in Kauf nehmen müssen. Nachdem das Regierungspräsidium (RP) Karlsruhe in Absprache mit der Stadt Mannheim die Verkehrsführung nachgebessert hatte, hatte sich die Lage deutlich entspannt. Auch wurden mehr Personal und Maschinen an die Baustelle beordert, um die Bauzeit zu verkürzen.

Eine Fahrbahn pro Richtung

Dass es auch diesmal zu Staus kommen werde, darüber machen sich die Verantwortlichen keine Illusionen. Gleichwohl wolle man versuchen, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Allerdings seien – vor allem aus Sicherheitsgründen für Verkehrsteilnehmer und Mitarbeiter an der Baustelle – Sperrungen von Abfahrten und die Reduzierung auf eine Fahrbahn pro Spur unerlässlich, sagt der Projektleiter der A 6-Baustelle, Gerd Kemmer. Die Bauabschnitte gliedern sich in folgende Phasen:

Ab 6. bis 16. Juli: Ab Samstagabend, 20 Uhr, wird der Verkehr auf der B 44 mit jeweils einer Spur pro Fahrtrichtung unter der Autobahnbrücke auf die Spuren gelegt, über die normalerweise der Verkehr von Lampertheim in Richtung Mannheim rollt. Ab dann gilt hier Tempo 30. Dann können die Bauarbeiter die gegenüberliegenden Fahrbahnen sanieren. Die Sanierungsfläche reicht vom nördlichen Knotenpunkt der Anschlussstelle bis etwa zum Mannheimer Ortsschild. In dieser Zeit ist auch die Abfahrt von der A 6 aus Rheinland-Pfalz kommend komplett gesperrt – sowohl in Richtung Mannheimer Innenstadt als auch in Richtung Lampertheim. Auch die Zufahrt von Mannheim-Sandhofen in Richtung Viernheimer Dreieck bleibt in dieser Zeit dicht. „Der Knoten ist so stark beschädigt, das lässt sich nicht in weitere einzelne Abschnitte unterteilen“, bedauert Kemmer. In dieser Zeit wird auch direkt an der Autobahnabfahrt der kleine Höhenunterschied ausgeglichen, der durch das unterschiedlich hohe Fahrbahnniveau von Autobahn und Abfahrt entstanden war.

Ab 17. Juli bis 4. August: Die jeweils einspurige Verkehrsführung unter der Autobahnbrücke hindurch bleibt bestehen, die Abfahrt von der Autobahn in Richtung Mannheim-Sandhofen ist jedoch wieder möglich. Gesperrt bleibt allerdings die Linksabbiegespur in Richtung Lampertheim. Dies sei die Erkenntnis aus dem Stauchaos vom Mai, sagt Kemmer. Vom 31. Juli bis zum 4. August müsse zudem auch die nordwestliche Ausfahrtsrampe vom Viernheimer Dreieck in Richtung Mannheim-Sandhofen auf die B 44 komplett gesperrt werden. Der Grund: Der nordwestliche Knotenpunkt muss saniert werden.

Nach dem 4. August: Jetzt wird die Mittelinsel zwischen den Fahrtrichtungen unterhalb der Brücke hergestellt. Dazu steht weiterhin jeweils nur eine Fahrspur pro Richtung auf der B 44 zur Verfügung, dann jedoch wieder auf den richtigen Seiten. Man werde die fehlenden Spuren so schnell wie möglich wieder an den Verkehr zurückgeben, versichert der Projektleiter beim Baureferat Nord des RP Karlsruhe.

Auf der A 6 läuft alles nach Plan

Die eigentliche Baustelle auf der Autobahn gerät angesichts der Sanierung der B 44 fast zur Nebensache. Hier laufe alles weitgehend nach Plan, sagt Kemmer.

Die Hitze der vergangenen Wochen habe übrigens die Straßenbauer bei den Asphaltarbeiten kräftig gefordert. Man habe früher am Tag mit der Arbeit begonnen und gegen 15 Uhr Feierabend gemacht, rechtzeitig vor den Temperaturhöchstständen. Ab Mitte nächster Woche beginne voraussichtlich der Gussasphaltbau auf der A 6. Es werde immer wieder kleine Verlegungen der Fahrspuren geben. Es blieben jedoch immer zwei Fahrspuren erhalten, versichert Kemmer.

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