Bergstraße

Freizeit Neuauflage der Veranstaltungsreihe mit Mareike und Siggi Spaleck startet am 18. April / Als Vorgeschmack geben die beiden Trainer schon einmal wertvolle Tipps

BA-Fitcamp gegen den Winterspeck

Archivartikel

Bergstraße.Das BA-Fitcamp geht in die zweite Runde: Vom 18. April bis zum 8. Mai werden die Personal Trainer Mareike und Siggi Spaleck wieder Sportbegeisterte im Freien zum Schwitzen bringen – an vier verschiedenen Orten an der Bergstraße und kostenlos. Die Veranstaltungen lockten bereits im vergangenen Jahr hunderte Bewegungsfreudige an. Im Interview geben die beiden schon einmal Tipps, wie ein Formtief nach den nasskalten Tagen am besten überwunden werden kann und geben einen Vorgeschmack darauf, was bei den diesjährigen Fitcamps noch besser wird als im vergangenen Jahr.

Frau Spaleck, Herr Spaleck, in den vergangenen Wochen war es oft kalt draußen, an den Feiertagen gab es einige Verlockungen. Wie haben Sie diese Zeit sportlich überstanden?

Mareike Spaleck: Da wir ein eigenes Fitness-Studio haben, sind wir ja nicht so wetterabhängig. Anderseits gönnen wir uns auch mal Pausen, versuchen, zwischen Training und Entspannung eine gute Balance zu finden. Das gelingt uns ganz gut, weil wir alles aus Überzeugung tun. Wir müssen uns nicht selbst reglementieren oder kasteien. Wenn wir mal verführt werden, gönnen wir uns auch mal was.

Siggi Spaleck: Schlemmen muss nicht ungesund sein. Sämtliche Leckereien gibt es ja mittlerweile auch in gesund. Wenn man weiß, wo man alles bekommen kann, ist das kein Problem.

Mareike Spaleck: Was die gesunde Ernährung angeht, sind wir hier in der Region auch sehr gut aufgestellt.

Was ratet ihr Freizeitsportlern, deren Fitnesslevel trotzdem etwas abgesunken ist?

Mareike Spaleck: Zum Teil ist es ja evolutionsbedingt, dass wir im Winter unseren Speck brauchen, etwas träger sind und im Sommer dann etwas frischer und aktiver.

Siggi Spaleck: Man kann sich ja durchaus mal der Evolution hingeben und etwas ruhen. Wichtig ist nur, es nicht zu übertreiben. Sonst kommt man aus einem Loch schwer wieder raus.

Wenn man nun doch in ein solches Loch gefallen ist: Wie kommt man am besten wieder raus?

Mareike Spaleck: Im Grunde hängt das mit dem eigenen Willen zusammen. Wenn man wirklich will, und weiß, dass man in so einem Loch ist, dann weiß man auch, was man tun muss, um da wieder rauszukommen. Wenn man sich ständig sagt „Ach, es ist so schlechtes Wetter draußen und alles so dunkel“, dann will man auch nicht richtig. Man muss einfach eine positive Einstellung haben und wissen, was man warum und wie verändern kann. Wenn man sich hinterfragt, kommt das Wie irgendwann von allein. Tipps und Tricks gibt es genug, aber die umzusetzen, liegt an jedem selbst.

Was ist, wenn man auch noch von einer Erkältung oder Grippe niedergestreckt wurde – wann ist der richtige Zeitpunkt, wieder langsam mit dem Training zu beginnen?

Siggi Spaleck: Es gibt ja diese Faustformel: Eine Grippe kommt eine Woche, bleibt eine Woche und geht eine Woche. So würde ich es auch machen. Wenn der Höhepunkt der Grippe überschritten ist, würde ich mir noch eine Woche geben und dann – wichtig – moderat wieder anfangen. Viele Leute entwickeln einen falschen Ehrgeiz und schlechtes Gewissen. Sie wollen dann wieder Vollgas geben und erwarten, dass sie dieselben Leistungen bringen, wie vor der Grippe. Besser ist es, bei 40 Prozent anzufangen und sich langsam wieder heranzutasten. Wer das macht, hat gute Chancen, auch wieder an die Leistungen anzuknüpfen.

Mareike Spaleck: Die Ernährung spielt auch dabei eine wichtige Rolle. Wenn man sich denkt „Jetzt habe ich da wieder nur gelegen und nur Mist gegessen“, kommt auch schnell dieses schlechte Gewissen. Man schiebt dann auch eher den Tag, an dem man wieder gesund leben will, vor sich her. Man kommt vielleicht in einen Trott. Wenn man aber trotz der Krankheit versucht, seinen Körper mit gesunder Ernährung und vielen Vitaminen zu stärken, und nur die Bewegung fehlt, ist dieser Schritt, wieder reinzukommen, viel leichter.

Ihr veranstaltet dieses Jahr zum zweiten Mal in Kooperation mit dem Bergsträßer Anzeiger ein Fitcamp. Was hat sich bewährt und was wollt ihr dieses Jahr besser machen?

Mareike Spaleck: Dieses Mal machen wir ja nur vier Termine, im vergangenen Jahr waren es sechs. Nicht, weil wir keine sechs vollkriegen würden, sondern weil wir beruflich sehr eingespannt sind, uns aber trotzdem für die Bergsträßer die Zeit nehmen wollen. Deshalb haben wir das Ganze auf vier Termine runtergebrochen.

Siggi Spaleck: Was ich vergangenes Jahr gemerkt habe, ist, dass die Leute nach den Fitcamps viel Bedarf an Kommunikation hatten. Deshalb haben wir uns gedacht, dass wir dieses Jahr im Anschluss immer noch eine halbe Stunde zur Verfügung stehen wollen, zum Beispiel für Fragen danach, was man nach dem Fitcamp essen sollte, was für Sport in der Zeit nach den Fitcamps sinnvoll ist und so weiter.

Was sollten die Teilnehmer denn zum Fitcamp mitbringen?

Siggi Spaleck: Neben den Sportklamotten am besten eine Jacke oder einen Longsleeve.

Mareike Spaleck: Ideal ist immer der Zwiebel-Look. So kann man immer mal Kleidung ablegen, später aber auch wieder etwas drüberziehen. Und man sollte natürlich ausreichend zu trinken mitnehmen.

Auf welchen Veranstaltungsort beim Fitcamp freut ihr euch denn besonders?

Mareike Spaleck: Da wir ja nur vier Termine machen, haben wir ja sowieso schon die besten Locations rausgesucht. Ich finde den Bensheimer Stadtpark super, weil wir damit etwas Persönliches verbinden – an der Rodensteinstraße haben wir unser erstes Studio aufgemacht. Das Felsenmeer ist aber auch toll. Ich mag aber auch in Rodau das Speck-weg-Eck, das haben wir ja mitkreiert.

Siggi Spaleck: Ich freue mich am meisten auf das Felsenmeer. Ich gehe dort gerne spazieren, meditiere auch mal auf einem Stein oder umarme einen Baum (lacht).

Info: Weitere Infos: bergstraesser- anzeiger.de/fitcamp, instagram.com/siggispaleck, instagram.com/mareikespaleck facebook.com/shapebensheim

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