Bergstraße

Verkehr Landrat Engelhardts Vorstoß läuft ins Leere

Bahn kommt Pendlern nicht entgegen

Bergstraße.Der Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn hatte Anfang des Jahres unter Bergsträßer Pendlern für Aufregung gesorgt. Der Grund: Auf der Strecke zwischen Hamburg und Karlsruhe fahren seither größtenteils ICE und nicht mehr Intercity-Züge. In ersteren sind die Jobtickets vieler Pendler aber nicht mehr gültig. Für die Nutzung der ICE müssen sie Tickets kaufen, die wesentlich teurer sind. Nach einer Übergangsregelung gilt dies seit Ende März.

Im Auftrag des Kreistags

Daran wird wohl auch nichts ändern. Zwar hatte der Bergsträßer Kreistag im März Landrat Christian Engelhardt (CDU) damit beauftragt, sich für eine Lösung zugunsten der Pendler stark zu machen, jedoch ohne Erfolg.

„Der Fernverkehr wird – im Gegensatz zum Regionalverkehr – nicht durch die Verkehrsverbünde bestellt und liegt somit außerhalb der genuinen Zuständigkeit der regionalen Politik“, heißt es aus dem Landratsamt. Dennoch habe sich Engelhardt gemäß des Kreistagsbeschlusses an den hessischen Verkehrsminister Tarek al-Wazir (Grüne) gewandt, um sich für die Pendler einzusetzen.

Möglichkeiten „äußerst begrenzt“

In einem Antwortschreiben von Staatssekretär Jens Deutschendorf habe dieser jedoch darauf hingewiesen, dass die Möglichkeiten der Landesregierung und Verkehrsverbünde, auf die Planungen der Deutschen Bahn im Fernverkehr Einfluss zu nehmen, „äußerst begrenzt“ seien.

Die Deutsche Bahn biete Fernverkehrsverbindungen eigenwirtschaftlich an und entscheide allein über den Fahrzeugeinsatz und das Tarifkonzept, heißt es im Schreiben. Die DB selbst verweise darauf, dass es eine bundesweit einheitliche Regelung gebe, wonach Fahrausweise des Nahverkehrs in ICE Zügen generell keine Gültigkeit haben. kbw

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