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Kommentar

Bargeld: Kreditkarte als Bumerang

Archivartikel

Bei einer großen Umfrage der Bundesbank kam jetzt heraus, dass Menschen auf dem Land sich stärker mit Bargeld an Geldautomat und Bankschalter versorgen als Menschen, die in der Stadt wohnen. Nicht verwunderlich, dass auch an Ladenkassen auf dem Land öfters bar bezahlt wird. Und das liegt nicht an weniger Geldautomaten, so die Bundesbank. Die Infrastruktur sei in Stadt und Land in etwa vergleichbar.

Nun gibt es ja allerlei Bestrebungen, die Deutschen vom Bargeld zu entwöhnen und anderen Ländern gleich zu tun, wo viel öfter mit Karte bezahlt wird. Wer aber immer und alles mit der Karte bezahlt, droht schnell den Überblick zu verlieren. Finanzielle und soziale Folgen sind bekannt.

Hierzulande scheint die Gefahr in Städten größer zu sein als auf dem Land, könnte man aus der Untersuchung schließen. Bei der nächsten Analyse könnte die Bundesbank den Zusammenhang zwischen Kreditkartennutzung und Verschuldung von Städten und ländlichen Kommunen untersuchen. Und im übernächsten Schritt auch die Staatsverschuldung im internationalen Vergleich hinzuziehen. Es könnte starke Zusammenhänge geben. Und dann wäre da schließlich noch die Frage zu klären, ob der Erfinder des Bumerangs nicht auch die Kreditkarte erfunden hat.

 
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