Bergstraße

Gymnaestrada Turnerinnen aus der Region genießen die Teilnahme an der Großveranstaltung im österreichischen Bundesland Vorarlberg

Bergsträßer bei Welttreffen in Dornbirn

Archivartikel

Bergstraße.„Come together, show your colours!“ Das war das Motto der 16. Weltgymnaestrada, das die 18 000 Teilnehmer aus 65 Nationen kürzlich eine Woche lang rund um Dornbirn im österreichischen Bundesland Vorarlberg in vollen Zügen genossen. Mit dabei war ein gutes Dutzend Turnerinnen aus dem Turngau Bergstraße – dazu als einziger Mann Tobias Müller von der TG Biblis –, die an unterschiedlichen Aufführungen des Hessischen Turnverbandes und des Deutschen Turnerbundes beteiligt waren.

Die Weltgymnaestrada ist ein in dieser Form einzigartiges Turn-Festival, denn alle Programmpunkte haben keinerlei Wettkampfcharakter, sondern dienen einzig dazu, den Sport in seiner ganzen Vielfalt und noch dazu auf einem äußerst hohen Niveau zu präsentieren. Der Spaß und die Show stehen im Mittelpunkt bei den Aufführungen von der kleinen Bühne bis hin zu großen „Bildern“, die einen ganzen Fußballplatz einnehmen.

Schon die Eröffnungsfeier in Dornbirn hatte olympische Ausmaße – beim stilechten Einmarsch der Nationen gehörten die insgesamt 2200 Deutschen zu den größten Delegationen.

Acht Bergsträßer wirkten bei mehreren DTB-Großgruppen-Aufführungen mit, darunter auf Initiative von Waltraud Megerle (TV Sonderbach) und Annerose Benedum (TV Bürstadt) vier Altersturnerinnen, die sich seit über einem Jahr mit regelmäßigen Trainingseinheiten vorbereitet hatten. Gleich dreimal trat der DTB im Stadion Bregenz mit einer Choreografie auf, die in drei Bildern zu je 180 Personen im Alter zwischen acht und 85 Jahren einen Tagesablauf darstellt.

Für „Dornbirn spezial“ ausgewählt

Die Bergsträßer „Oldies“ gehörten mit ihren Pezzibällen zum morgendlichen Erwachen, es folgten die nachmittägliche Shoppingtour mit überdimensionalen Einkaufstaschen und Kreditkarten (unter anderem mit den Gau-Gymnastikwartinnen Silke Sattler von der TSV Auerbach und Michaela Ludwig von der TG Biblis) sowie die abendliche Party.

Ein besonderes Privileg für die DTB-Turnerinnen und -Tänzerinnen war die Tatsache, dass sie eine der nur acht Großgruppen waren, die für die Veranstaltung „Dornbirn spezial“ im dortigen Stadion auserwählt wurden. Mit Heliumballons brachten sie eine beeindruckende Performance auf den Stadionrasen.

Der Hessische Turnverband hatte unter der Regie von Ursula Strauch (Bad Nauheim) eine Seilgymnastik einstudiert, die die Gruppe bereits beim Landesturnfest in Bensheim gezeigt hatte und nun im Rahmen der Gymnaestrada auf den Stadtbühnen in Bregenz und Rankweil aufführte. Zu der 24-köpfigen Crew gehörten vier Teilnehmerinnen von der Bergstraße, die damit – neben den obligatorischen Proben – an vier Festivaltagen sechs Auftritte an vier verschiedenen Orten hatten.

Bei diesem Pensum blieb nur wenig Zeit, sich ins Fest-Getümmel zu stürzen und selbst einmal in der Rolle des Zuschauers das umfangreiche Programm aufzusaugen. In Erinnerung bleiben die allzeit gute Stimmung und die vielen kleinen Begegnungen auch mit der einheimischen Bevölkerung, die stets freundlich und aufgeschlossen war und auch schon einmal am Gartenzaun eine Stärkung anbot. Oder mit dem Busfahrer, der die Tür erst öffnete, nachdem er mit dem Handy ein Erinnerungsfoto von seinem multi-kulti-proppenvollen Fahrzeug gemacht hatte.

Probenbesuch in Bregenz

Zu den Highlights des Rahmenprogramms gehörte ein exklusiver Besuch der offiziellen Proben für die Oper Rigoletto auf der Bregenzer Seebühne. Stilecht war auch die Abschlussveranstaltung, bei der sich alle noch einmal zu besonderen Darbietungen im Stadion Dornbirn versammelten. Hier gehörte Tobias Müller von der TG Biblis zum deutschen Bild, das durch eine originelle Akrobatik bestach. Und danach war vielen klar: Sie sind in vier Jahren bei der 17. Weltgymnaestrada dabei. Wie diesmal ist auch dann der Weg für die Bergsträßer nicht allzu weit: Sie findet in Amsterdam statt. kr/red

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