Bergstraße

Umwelt Am Mittwoch läuft der Streifen „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur“ an

Bergsträßer Jäger begleiten Filmstart in Kinos der Region

Archivartikel

Bergstraße.Der Film „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?“ läuft an diesem Mittwoch (9.) in den Kinos an – auch an der Bergstraße. Den Filmstart nimmt der Jagdklub St. Hubertus zum Anlass, um mit filmbegleitenden Informationsveranstaltungen direkt vor Ort in den Foyers der vorführenden Kinos vertreten zu sein. Mindestens die Kinos „Luxor Filmpalast“ in Bensheim und „Kinopolis“ in Viernheim werden den Film in ihr Programm aufnehmen.

Von Mittwoch bis Freitag werden Mitglieder des Jagdklubs in den jeweiligen Kinos dem interessierten Publikum sowohl vor als auch nach dem Film für Gespräche zur Verfügung stehen. „Hier können die Kinobesucher Fragen stellen, die sie vielleicht schon immer mal einem Jäger stellen wollten“, lädt der Jagdklub ein. Neben Informationsmaterialien rund um Natur, Wildtiere und Jagd dürfen sich die Besucher auf Wildkochbücher oder Malbücher für Kinder freuen, heißt es in der Ankündigung.

Eindrucksvolle Bilder

In eindrucksvollen Bildern begibt sich der Dokumentarfilm von Regisseurin Alice Agneskirchner in einen einzigartigen Mikrokosmos: Er geht der Frage nach, wie wir unseren Lebensraum – die Wälder, Felder und Wiesen, die uns umgeben – mit den Wildtieren teilen, die dort leben.

In den Kinos erwarten die Zuschauer kompetente, erfahrene Jäger, die gerne Fragen der Besucher beantworten und auch für Diskussionen zur Verfügung stehen. Bestärkt durch die außerordentlich positive Bilanz der von den Jägern organisierten Schülerführungen anlässlich des Landesjägerstages 2017 in Lorsch hat der Jagdklub beschlossen, auch in diesem Falle auf Schulen in der Region zuzugehen. Der Film ist aus Sicht des Jagdklubs St. Hubertus sehr gut geeignet, Kindern die Natur nahezubringen und durchaus einen kritischen Blick auf die Vorgänge in Flora und Fauna zu werfen. Die Jäger des Jagdklubs freuen sich anlässlich des Kinofilms „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?“ auf eine rege und konstruktive Diskussion mit den Kinobesuchern.

Komplexe Fragestellungen

Zum Film: Wem gehört die Natur? Den Tieren? Den Menschen? Oder sollte sie einfach sich selbst überlassen sein? Und gibt es sie überhaupt noch, die unberührte Natur? Fragen, die komplexer sind, als sie zunächst scheinen mögen. Auf der Suche nach einer Antwort führt der Dokumentarfilm in einen faszinierenden Mikrokosmos: unseren deutschen Wald.

Bilder von einzigartiger Schönheit zeigen uns eine archaische Welt mitten im Herzen unserer Zivilisation, die nicht mehr in unsere Zeit zu passen scheint, obwohl sie uns unmittelbar umgibt. In den bayerischen Alpen begegnen die Zuschauer röhrenden Hirschen und Gämsen, in den Wäldern Brandenburgs Wölfen, die sich dort nach langen Jahren der Abwesenheit wie auch im Rest von Deutschland wieder angesiedelt haben.

Wir teilen unseren Lebensraum mit diesen und vielen anderen Wildtieren – doch wer bestimmt, wie wir mit ihnen zusammenleben? Wer gibt vor, dass sie – und wie viele von ihnen – gejagt werden dürfen? Und müssen sie überhaupt gejagt werden? Welche Folgen hätte es, wenn die 1,2 Millionen Rehe und 600 000 Wildschweine, die jedes Jahr in Deutschland von Jägern erlegt werden, nicht geschossen würden?

Was das Zusammenleben bestimmt

In ihrem Dokumentarfilm „Wem gehört die Natur?“ beschäftigt sich die Regisseurin Alice Agneskirchner mit komplexen Fragen rund um das Thema Natur: So fragt sie etwa danach, wem die Natur eigentlich gehört – den Menschen, den Tieren oder vielleicht niemandem? Agneskirchner will außerdem herausfinden, ob es so etwas wie unberührte Natur überhaupt noch gibt.

Dafür wendet sie sich dem deutschen Wald zu und zeigt, wie viele archaische Lebensräume hierzulande tatsächlich noch existieren – von den bayerischen Alpen, wo Hirsche in Ruhe grasen können, bis zu Wolfsrevieren in den Wäldern Brandenburgs.

Zudem zeigt Agneskirchner, wer hierzulande das Zusammenleben zwischen Mensch und Natur regelt und wer bestimmt, wie viele Wildtiere von Jägern geschossen werden dürfen. Zu diesem Zweck befragt die Regisseurin Jäger, Förster, Waldbesitzer, Wildbiologen, Tierschützer, Bauern und Forstbeamte. red

Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel