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Börsenverein: Buchbranche erweist sich als krisenfest

Archivartikel

Frankfurt.Die Buchbranche könnte nach Einschätzung des Börsenvereins gestärkt aus der Corona-Krise hervorgehen. "Das Jahr 2020 hat trotz all seiner Härte gezeigt, was der Buchhandel kann", sagte Karin Schmidt-Friderichs, die Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, der Deutschen Presse-Agentur. In ihrer Funktion vertritt die Mainzer Verlegerin die Interessen von Buchhandlungen, Verlagen und Zwischenbuchhändlern.
Das Buch habe sich in der Krise "als verlässlicher Begleiter, kompetenter Ratgeber und geschätzter Öffner anderer Welten" bewiesen. Trotz großer Einbußen im ersten Lockdown habe die Branche den Umsatzrückstand nach und nach abgebaut. Die Nachfrage nach Büchern sei groß. "Allerdings ist diese Erholung der Branche mit dem zweiten Lockdown in diesem und im nächsten Jahr wieder infrage gestellt." 
Ein Verlagssterben erwartet sie nicht. Gerade für kleine Verlage sei die finanzielle Situation "schon eng", man spüre, "dass die Luft dünn ist", sagte die Vorsteherin. "Viele Verlage fahren auf Sicht und haben eingespart." Dass die Branche bislang vergleichsweise glimpflich davongekommen ist, liege zum einen an Unterstützung wie etwa durch das Programm "Neustart Kultur", zum anderen "an der Fähigkeit dieser Branche, sich rauszustrampeln".
 

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