Bergstraße

Ausstellung Kreisgruppe Bergstraße der Landsmannschaft präsentiert Schau in der Sparkasse

Brückenschlag nach Schlesien

Bergstraße.Von einem "zehnfach interessanten Land" schrieb Goethe 1790, als er sich in der Nähe von Breslau aufhielt, und das sahen in den vergangenen 1000 Jahren vermutlich auch die Anrainer so, die immer wieder territoriale Ansprüche an Schlesien stellten. Polnischen Piasten folgten böhmische Könige, dann kamen die Österreicher durch das Haus Habsburg und schließlich die Preußen durch Friedrich den Großen.

Das Wissen weitergeben

Die Geschichte Schlesiens ist mit so vielen Veränderungen verbunden und das Wissen darüber weiterzugeben "ist ein schwieriger Prozess", sagt Winfried Labatzke, Vorsitzender der Bergsträßer Kreisgruppe der Landsmannschaft Schlesien. Auch aus diesem Grund freute er sich, im Kundenzentrum der Sparkasse Bensheim eine Ausstellung präsentieren zu können, die mit dazu beitragen kann, das Interesse an Schlesien zu wecken. Vor allem junge Menschen hat er dabei im Blick und wünscht sich, dass beispielsweise Schulklassen im Rahmen des Geschichtsunterrichtes die Ausstellung besuchen. Bis 3. November ist dazu Gelegenheit.

Im Zentrum der zweigeteilten Ausstellung steht der Hedwig-Codex aus dem Jahr 1353, der in alten Bildern und Texten auf acht Bannern das Leben und Wirken der Hedwig von Andechs Maranien, Herzogin von Schlesien und Heilige Hedwig, wiedergibt.

25-jährige Patenschaft

Der zweite Teil der Ausstellung gibt mit Fotos und Dokumenten auf 14 Postern einen Überblick über die 25-jährige Patenschaft der Bergsträßer Landsmannschaft Schlesien mit dem Deutschen Freundschaftskreis Breitenmarkt in Oberschlesien.

Bei der älteren Generation, die zum großen Teil vermutlich auch schlesische Wurzeln hat, stieß die Eröffnung der Ausstellung auf jeden Fall schon einmal auf großes Interesse, wie auch Axel Noe von der Sparkasse Bensheim in seiner Begrüßung als Hausherr feststellte.

Grüße von Landrat Christian Engelhardt überbrachte der Kreisbeigeordnete Volker Buser, der auch die Bedeutung der Ausstellung würdigte, die nicht nur interessante Historie aufzeige, sondern auch die 25-jährige Partnerschaft zwischen den vertriebenen Menschen der Landsmannschaft Schlesien und den "heimatverbliebenen" Menschen in Oberschlesien.

Auf großes Interesse gestoßen

Seine Befürchtungen, dass in Zeiten von Homebanking nicht mehr so viele Menschen in den Genuss der Ausstellung kommen würden, wollte Winfried Labatzke allerdings nicht teilen, denn schon beim Aufbau war die Ausstellung auf großes Interesse gestoßen.

Dank sagte Vorsitzender Labatzke daher nicht nur der Sparkasse für die Bereitstellung der Räume, die effiziente Vorbereitung und die Bewirtung zur Eröffnung, sondern besonders auch Bensheims Ehrenbürgermeister Georg Stolle, der auch stellvertretender Landesvorsitzender der hessischen Landsmannschaft Schlesien ist. Mit dieser Ausstellung in die Sparkasse zu gehen, sei sein Vorschlag gewesen - und es "war eine gute Idee". Dank sagte er außerdem dem Land Hessen für die finanzielle Unterstützung der Ausstellung. js

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