Bergstraße

Wetter Einige umgestürzte Bäume, aber keine Verletzten und nur geringer Sachschaden sind die Bilanz des Sturmtiefs, das in der Nacht auf Mittwoch die Region traf

Burglind bleibt der Bergstraße gnädig

Archivartikel

Bergstraße.Sturmtief Burglind fegte am frühen Morgen auch über die Bergstraße – hinterließ dort aber weniger Schäden als zunächst befürchtet. In Bensheim meldete die Feuerwehr lediglich einen Einsatz. Im Tilsiter Weg stürzte um kurz nach 8 Uhr ein Baum auf ein Haus. Verletzt wurde niemand.

„Ein paar Ziegel gingen kaputt und wir mussten den Gehweg sperren, weil zu viel Material herumlag“, fasste Stadtbrandinspektor Jens-Peter Karn zusammen. Zum Einsatz kamen neben dem Kommandowagen auch Drehleiter und Rüstfahrzeug. Ansonsten blieb es in der größten Stadt des Kreises verhältnismäßig ruhig. Der Zweckverband KMB hatte, wie am Dienstag angekündigt, aus Sicherheitsgründen die Friedhöfe gesperrt. Von Spaziergängen im Wald oder Parkanlagen wurde abgeraten.

Feuerwehren müssen ausrücken

Im Polizeipräsidium Südhessen in Darmstadt waren gegen 9.30 Uhr sieben Fälle aus dem Kreis Bergstraße aufgelaufen – ein weiterer folgte am Nachmittag. „Alles Bäume, die aufgrund des Sturms umgestürzt sind“, teilte Sprecherin Christiane Kobus mit. Verletzte habe es nicht gegeben. In Gadernheim wurde ein geparktes Auto beschädigt. In Raidelbach knickte ein Baum um und blockierte kurzzeitig eine Straße. Ähnliche Fälle wurden aus Hirschhorn, Wald-Michelbach und Mörlenbach gemeldet. Größere Verkehrsbehinderungen gab es nicht, was die Poizeisprecherin auch auf die Ferienzeit zurückführten. „Es ist zum Glück nicht so viel los wie sonst“, bemerkte Kobus.

Während es an der Bergstraße und in Lautertal glimpflicher ablief, mussten die Einsatzkräfte rund um Darmstadt öfter ausrücken, um Gehölz und Geäst zur Seite zu räumen. Autos wurden beschädigt. Allein im Stadtgebiet Darmstadt habe es sieben Fälle gegeben. Im Mühltal Richtung Nieder-Ramstadt musste die Feuerwehr ebenfalls verstärkt mit der Motorsäge anrücken.

Hochwasserpegel im Blick

Nachdem Burglind Südhessen passiert hatte, beruhigte sich die Wetterlage schnell. Der Wind flaute ab, der Regen ließ ebenfalls nach. Eine Nachricht, die Ulrich Androsch, Geschäftsführer beim Gewässerverband Bergstraße, zufrieden zur Kenntnis nahm. „Am Dienstagabend waren die Prognosen dramatisch, zum Glück kam dann erstmal doch nicht so viel runter“, betonte er mit Blick auf die Pegelstände der Flüsse und Bäche in der Region. In der Nacht vor dem Jahreswechsel habe es bereits eine kleine Hochwasserwelle gegeben. „Von der haben sich Winkelbach und Weschnitz gerade erholt“, teilte Androsch gestern Vormittag mit. Aktuell steigen die Pegel zwar wieder, die Gewässer würden aber noch ein bisschen was vertragen. „Entscheidend werden die nächsten Stunden mit ihren Niederschlagssummen sein. Wir sind in Beobachtung und Bereitschaft“, erklärte der Geschäftsführer.

Grundsätzlich führen die Flüsse und Bäche durch die Regenfälle im Dezember viel Wasser. Der Meerbach staut sich momentan vor allem an der Sirona-Unterführung bis kurz unter die Brücke. Sandsäcke musste aber, wie es in der Vergangenheit bereits der Fall war, noch nicht gesetzt werden.

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