Bergstraße

Chancen nutzen, die die digitale Welt bietet

120 Teilnehmer trafen sich zum zehnten südhessischen „NaWi-Fachtag“

Der zehnte naturwissenschaftliche Fachtag („NaWi-Fachtag“) der Arbeitskreise Schule-Wirtschaft Südhessen gab Antworten auf Herausforderungen des digitalen Lernzeitalters. Rund 120 Lehrkräfte, Hochschulmitarbeiter sowie Interessierte aus südhessischen Unternehmen erörterten unter dem Thema „Das digitale Lernzeitalter – Bildungsqualität und Umsetzung auf dem Prüfstand“ Ziele, Arbeitsschwerpunkte und bildungspolitische Herausforderungen für eine gelingende fächerübergreifende Digitalstrategie in südhessischen Bildungseinrichtungen. Gastgeber war Merck in Darmstadt.

Wandel des Arbeitslebens

„Die digitale Transformation gesellschaftlicher Lebensbereiche führt zu einem stetigen Wandel des Berufs- und Arbeitslebens. Das erfordert zukunftsweisende Konzepte schulischer Bildung. Daher muss digitales Lernen und Lehren zur Querschnittsaufgabe im deutschen Schulsystem werden, inklusive einer stärkeren fachübergreifenden Vernetzung zwischen Naturwissenschaften, Sprachen und Gesellschaftswissenschaften“, forderte Reinhold Stämmler, Geschäftsführer der Arbeitskreise, in seinem Grußwort. „Wir benötigen dabei sowohl den raschen Aufbau einer digitalen Bildungsinfrastruktur und den Einsatz digitaler Medien im Unterricht als auch qualitativen Kompetenzerwerb für alle Schüler und Lehrkräfte sämtlicher Schulformen sowie ein abgestimmtes Handeln zwischen allen Akteuren“, so Stämmler,

Neue Formen des Lernens

„Digitales Lernen und Lernplattformen bieten darüber hinaus auch viele individuelle Entwicklungsmöglichkeiten. Das Lernumfeld kann personalisiert werden und jeder kann Inhalte und Lerntempo selbst bestimmen“, sagte Professor Gerster von Gastgeber Merck. Sowohl autonomes Arbeiten als auch agile Teamarbeit würden durch Vernetzung möglich. Sie erlaubten, die Zusammenarbeit von Lehrkräften zu stärken und trügen zur Steigerung der Unterrichtsqualität bei.

Ziel und Herausforderung sei zudem die Entwicklung von Medienbildungskonzepten zur Implementierung digitaler Medien in den Unterricht, inklusive einer hessenweiten Intensivierung der Lehrerfortbildung im MINT-Bereich und bei der Anwendung digitaler Unterrichtsmethoden.

Markt der Möglichkeiten

Ergänzt wurde das Angebot der Veranstaltung durch den Markt der Möglichkeiten. Acht Aussteller boten Einblicke in attraktive Unterrichts- und Kooperationsprojekte sowie in neue Fachliteratur und interessante Modelle rund um die Themen Naturwissenschaft, Digitalisierung und Technik.

„Laut MINT-Report des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln fehlten im April hessenweit rund 30 000 Fachkräfte im MINT-Bereich. Die Digitalisierung wird diesen Trend noch verstärken. Daher benötigen wir dringend eine Digitalisierungsoffensive, damit unsere Schulen zukünftig vom Schlusslicht zum digitalen Vorreiter werden“, resümierte Reinhold Stämmler. red

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