Bergstraße

Corona schlägt zu

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5729 Menschen im Kreis Bergstraße waren im Monat April arbeitlos

Erstmals flossen die Corona-Effekte in die offizielle Arbeitsmarktstatistik mit ein. „Über Jahre hatten wir einen stetigen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Dieser Trend wurde jetzt abrupt unterbrochen“, sagte Birgit Förster, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Darmstadt, am Donnerstag bei der Vorstellung der aktuellen Zahlen. „Auch die Vielzahl arbeitsmarktpolitischer Hilfen konnte die Trendwende nicht aufhalten.“

Einerseits wurden im Monat April wesentlich mehr Menschen aufgrund der Krise entlassen, andererseits wurden wesentlich weniger Arbeitskräfte eingestellt. Beides führte zu stark steigenden Arbeitslosenzahlen.

„Wie stark sich die Krise weiterhin auf die Arbeitslosigkeit auswirken wird, hängt davon ab, wie lange die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus in Kraft bleiben“, führte Förster weiter aus.

Quote bei 3,9 Prozent

Auf den gesamten Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit in Darmstadt bezogen stiegen die Arbeitslosenzahlen um 2308 Menschen auf 21 340 Betroffene. Im Kreis Bergstraße stieg die Zahl der Arbeitslosen um 696 auf 5729 Menschen. Die Arbeitslosenquote im April lag damit bei 3,9 Prozent. Im gleichen Vorjahresmonat betrug die Quote 3,5 Prozent.

Die Situation auf dem Bergsträßer Arbeitsmarkt ist dennoch unverändert am besten im Vergleich zur Lage in den anderen südhessischen Regionen. Die Quote im Kreis Darmstadt-Dieburg und im Odenwaldkreis lag im April bei 4,8 Prozent. Am höchsten ist die Arbeitslosenquote in der Großstadt: In Darmstadt lag sie im April bei 5,9 Prozent. red

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