Bergstraße

Kommentar

Corona-Virus: Die perfekte Welle

Wie wichtig es ist, Infizierte sofort zu identifizieren, zeigen die Ereignisse in den Tönnies-Schlachthöfen der letzten Tage. Es ist extrem unwahrscheinlich, dass Hunderte Mitarbeiter das Virus gleichzeitig an ihren Arbeitsplatz mitgebracht haben. Stattdessen spricht nach Ansicht von Fachleuten viel für einen sogenannten Superspreader-Fall. Das Virus ist zunächst eher wenig verbreitet. Ein Infizierter steckt vielleicht ein oder zwei andere Personen an. Überschaubar. Doch dann gelangt es an eine Person, die viele andere ansteckt. Und das bei für das Virus optimalen Bedingungen, kühl und nicht zu feucht. Bei Menschen, die körperlich arbeiten, auch mit offenem Mund, hat das Virus leichtes Spiel für seine perfekte Welle.

Deshalb wäre es auch gefährlich Großereignisse wie Budnesliga-Fußballspiele oder große Konzerte, egal ob Klassik mit Chorgesang oder Heavy Metal zu schnell wieder zuzulassen. Für Demonstrationen, egal wofür oder wogegen mit lauten Parolen gilt das genauso. Stattdessen gilt es penibel jeden einzelnen Corona-Infizierten zu entdecken und in Quarantäne zu schicken. Und nach den gesetzlichen Vorgaben muss nicht nur jeder Infizierte in Quarantäne, sondern auch jeder, der mit einem Infizierten engen Kontakt hatte. Enger Kontakt beginnt ab 15 Minuten im Gespräch.

 
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