Bergstraße

Bildungswerk

Die Frauen und die katholische Kirche

Archivartikel

Bergstraße.Die katholische Kirche steht derzeit im Zentrum der öffentlichen Diskussion. Landauf, landab wird über den Missbrauchsskandal, die Reformnotwendigkeit und -fähigkeit, den Zölibat und die Rolle der Frauen diskutiert. Gerade der letzte Aspekt erhielt durch die aus dem Bistum Münster ausgehende Initiative „Maria 2.0“ in diesem Frühjahr eine besondere Brisanz. Im „Marienmonat“ Mai bestreikten mehrere hundert Frauen in der Diözese Münster und auch in anderen Diözesen öffentlichkeitswirksam den Gottesdienst, um gegen die Strukturen in der katholischen Kirche, besonders aber für die Zulassung der Frauen zu Weiheämtern zu protestieren. Der Widerhall auf diese Aktion war ebenso laut wie unterschiedlich tonal, reichten doch die Reaktionen von breiter Zustimmung bis zu konsequenter Ablehnung. Unbestreitbar ist jedoch, dass die Diskussionen um die Rolle der Frau in der katholischen Kirchen spürbar belebt wurden.

„Maria 2.0“

Das Dickicht an Argumenten und Meinungen zu sortieren und einen theologischen Blick auf die Thematik zu werfen, sind die Ziele einer Veranstaltung, die das Katholische Bildungswerk Bergstraße/Odenwald in Kooperation mit dem Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) organisiert. Gemeinsam mit der Ökumenischen Erwachsenenbildung Heppenheim laden die Institutionen nach Heppenheim ein, um das Thema „Die Frauen und ihre Kirche. Maria 2.0 und die Folgen“ zu beleuchten.

„An der Thematik scheiden sich momentan die Geister, daher ist es uns ein Anliegen die Diskussionen aufzugreifen, die häufig vorgebrachten Argumente kritisch zu beleuchten und die Frage nach der Rolle der Frau in der Kirche aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten“, so Jan Turinski, der Leiter des Bildungswerks: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Professorin Dorothea Sattler von der Universität Münster, deutschlandweit eine der Expertinnen für das Thema, gewinnen konnten“.

Hiltrud Lennert, die Vorsitzende des KFDB Diözesanverbandes Mainz, verweist darauf, dass es nicht bei einem wissenschaftlichen Fachvortrag bleiben wird: „Andrea Keber (Nieder-Olm), die sich stark in der Initiative Maria 2.0 engagiert und viele öffentlichkeitswirksame Projekte zum Thema angestoßen und mitorganisiert hat, wird aus der Sicht einer ,Praktikerin’ die theologischen Ausführungen ergänzen“. Im Anschluss sollen diskutierten können.

Die Veranstaltung am Freitag (6.) beginnt um 19.30 Uhr in Heppenheim, im Haus Dornbusch (Mozartstraße 29). Ein geringer Teilnahmebeitrag wird erhoben. red

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