Bergstraße

Tourismus Auch die Überwaldbahn gGmbH verschiebt wegen der Corona-Krise den Saisonstart

Die Solardraisinen fahren frühestens wieder ab Juni

Bergstraße.Das öffentliche Leben steht still – und mit ihm die touristischen Angebote. Deswegen wird der Saisonstart der Solardraisine im Odenwald auch nicht wie geplant am 1. April vonstattengehen können.

Das teilt die Überwaldbahn gGmbH in einer Pressemitteilung mit. Gemeinsam mit den Gesellschaftern haben sich die Verantwortlichen auf ein späteres Datum geeinigt – vorausgesetzt, das öffentliche Leben ist bis dahin nicht mehr eingeschränkt. Saisonstart soll demnach der 1. Juni sein.

Angesichts der vierten Verordnung zur Bekämpfung des Coronavirus der Hessischen Landesregierung vom 17. März, nach der unter anderem Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen) untersagt werden, war dieser Schritt unvermeidlich, so der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung, Landrat Christian Engelhardt. Man beobachte die Entwicklung aufmerksam und werde diese Entscheidung an die jeweilige Lage anpassen.

Die Überwaldbahn hat in den vergangenen Wochen und Monaten sowohl die Strecke als auch die Solardraisinen für den Betrieb vorbereitet. Nun wird die Lage regelmäßig und im Austausch mit den Behörden bewertet. „Klar ist, dass die Sicherheit der Fahrgäste und der Mitarbeiter oberste Priorität hat“, erklärt Überwaldbahn-Geschäftsführer Holger Kahl. „Wir haben uns alle riesig auf den Saisonstart am 1. April gefreut und wollten unseren Gästen tolle Osterausflüge ermöglichen“, bedauert er die Verschiebung.

Grundsätzlich sieht er bei dem Ausflug mit den Solardraisinen auch viele Vorzüge. Die Solardraisinen sind seitlich offen, gut belüftet und fahren mit jeweils rund 100 Metern Sicherheitsabstand zum Vordermann. Auch die Bahnhofsbereiche sind weitläufig, sodass die Gäste nicht eng gedrängt stehen müssen.

Hier will man seitens der Überwaldbahn – sobald die Saison gestartet werden kann – auch mit Bodenmarkierungen und organisatorischen Maßnahmen für noch mehr Abstand sorgen. Schon jetzt werden die Gäste zu unterschiedlichen Anmeldezeiten registriert, um Wartezeiten und Warteschlangen zu minimieren, teilt der Geschäftsführer mit.

Lockerung der Stornobedingungen

Als zusätzliche Maßnahme werden die Draisinen vor jeder neuen Fahrt gereinigt. Durch das generelle Betriebskonzept, dass jede Gruppe eine eigene Draisine für bis zu acht Personen erhält, unternimmt man den Ausflug meist mit den Leuten, mit denen man ohnehin zusammenkommt.

„Zu den Gästen, die halbe Draisinen gebucht haben, sollen nach Möglichkeit keine fremden Gäste mehr hinzugesetzt werden“, sagt Kahl. Die organisatorische Umsetzung dafür stehe aber derzeit noch aus, heißt es weiter in der Mitteilung. Die Lockerung der Stornobedingungen begründet Kahl damit, dass die Gäste der Überwaldbahn in dieser unübersichtlichen Lage jederzeit die Entscheidungsfreiheit über ihren Ausflug haben sollen. Wenn die Überwaldbahn die gebuchte Fahrt nicht durchführen kann, gibt es die Möglichkeit, kostenfrei auf einen anderen Termin umzubuchen, einen Gutschein für eine spätere Fahrt bis Ende 2023 zu erhalten oder auch eine Rückerstattung anzufordern. Bei Kunden, die eine Fahrt aus persönlichen Gründen nicht antreten wollen, sollen Umbuchungs- und Gutscheinregelungen bis 48 Stunden vor dem Fahrtbeginn eingerichtet werden, red

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