Bergstraße

„Drogentest“ mittels Röntgen

Archivartikel

2756 Gramm einer Partydroge entdeckte der Zoll in einer Karaokemaschine

Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr diente Kriminellen eine Karaokemaschine als Schmuggelversteck. 2756 Gramm der Partydroge „MDMA“ entdeckten kürzlich Zöllner in Frankfurt bei der Kontrolle von Post- und Paketsendungen. Eines dieser Pakete sollte laut Warenbeschreibung eine Karaokemaschine mit Bluetooth enthalten. Es wurde daraufhin von den Beamten geöffnet – und zum Vorschein kam tatsächlich eine Karaoke-Box inklusive Zubehör. Als die Beamten das Gerät allerdings einer Röntgenkontrolle unterzogen, waren auf dem Bild diverse ungewöhnliche Schatten zu erkennen. Daher öffneten die Zöllner das Gerät und stellten darin vier Kunststofftüten mit einer hellbraunen, kristallinen Substanz fest. Der Rauschgiftschnelltest zeigte positiv an. Ein physikalisches Analyseverfahren mit einem speziellen Gerät bestätigte dann: „MDMA“.

„Bei dem ersten Fall, in dem eine Karaokemaschine als Schmuggelversteck genutzt wurde, wurde eine große Menge Bargeld darin eingearbeitet“, so Isabell Gillmann, Pressesprecherin beim Hauptzollamt Frankfurt.

Drehkreuz im Drogenschmuggel

Der Frankfurter Flughafen ist Drehkreuz für den weltweiten Drogenschmuggel. Im Kampf gegen den internationalen Drogenschmuggel arbeiten hier Mensch, Tier und Technik erfolgreich zusammen.

„MDMA“ ist die Abkürzung für 3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin. Dies ist weltweit als Partydroge bekannt. Es hat zahlreiche Nebenwirkungen. So kann sich zum Beispiel der Puls stark erhöhen und die Körpertemperatur auf über 40 Grad ansteigen. Dies kann schlimmstenfalls zu Organversagen und somit zum Tod führen.

Im Jahr 2017 wurden bei 13 889 Aufgriffen im Post, -Fracht-, und Reiseverkehr insgesamt 7045 Kilogramm Rauschgift aus dem Verkehr gezogen. red

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