Bergstraße

Zweite Etappe In Teil drei der Reihe zum Nibelungensteig geht es um den zweiten Abschnitt des Weges von Lindenfels nach Grasellenbach

Durch Weschnitz- und Ulfenbachtal in die Tiefen des Odenwalds nach Güttersbach

Bergstraße.Los geht es für alle Fernwanderer an Tag zwei des Nibelungensteigs in Lindenfels: Vom heilklimatischen Kurort brauchen wir nur rund eine Stunde durch den Wald zum Gumpener Kreuz. Über den Raupenstein folgen wir meist geschotterten Fahrwegen.

Hier ist wieder eine der großen Stärken des Nibelungensteigs zu erleben: Tolle Rundumblicke mit weiten Tälern, halboffenen Landschaften und wunderschönen Odenwalddörfern prägen den Weg im Weschnitztal. Wenig später werden wir Grasellenbach durchwandern und auch hier im Ulfenbachtal ähnliche Erfahrungen machen.

Kleine Steinmännchen

Doch zuvor steigen wir noch zur Walburgiskapelle auf, einer kleinen Bergkapelle mit schöner Aussicht durch eine Waldschneise und steinernem Altar im Freien.

Besonders schön hier: Auf dem Platz für Gottesdienste hinter dem wiederaufgebauten Gebäude der eigentlichen Kapelle hat es sich bei Wanderern offenbar eingebürgert, kleine Steinmännchen zu erbauen – und so erwarten den Wanderer hier Dutzende der kleinen Türmchen. Und jeder kann sein Eigenes dazu bauen (Das Steinmännchen des Autors ist auf dem nebenstehenden Foto zu sehen).

Wieder ein Siegfriedsbrunnen

Am Spessartskopf hinter Grasellenbach erreichen wir ein Highlight für alle Fans des deutschen Nationalepos, nämlich den Siegfriedsbrunnen schlechthin. Auch wenn die mittlerweile versiegte Quelle bei weitem nicht die Einzige ist, der zugeschrieben wird, dass hier der Schlusspunkt der Nibelungensage gesetzt wurde, ist sie doch der bekannteste aller Kandidaten.

Bevor wir abschließend mit Güttersbach das Ziel unserer heutigen Etappe erreichen, durchwandern wir noch das Moorgebiet „Rotes Wasser“, das zu Olfen gehört. Eines der wenigen noch heute erhaltenen Moorgebiete des Odenwalds können wir auf flachen Wegen durch die naturnahe Landschaft erkunden.

Eindrucksvolles Hochmoor

Auf dem durch Regenwasser entstandenen Hochmoor gilt also: Bleiben Sie auf den Wegen und halten Sie sich vom Moor fern. Denn auch ohne die Natur zu zerstören oder gar im Feuchtgebiet zu versinken, können wir hier Mooreidechsen und seltene Libellen beobachten.

Am Ortseingang von Güttersbach passieren wir kurz vor Ende des Wandertages die Mannheimer Hütte und sind danach endlich angekommen.

Tausendjährige Eiche

Kurz vor unserem Zielort entdecken wir außerdem noch eine tausendjährige Eiche, die erst vor wenigen Jahrzehnten aus dem naheliegenden Moor geholt und hier an der Ortseingangsstraße ausgestellt wurde. Wenn die erzählen könnte ...

Der Zielort der heutigen Etappe ist ein typisches kleines Odenwalddorf mit alten Bauernhöfen, von denen viele bereits leerstehen, einem alten Schwimmbad und darüber hinaus einem großen Tagungshotel, mit dem der moderne Tourismus auch hier Einzug hält.

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