Bergstraße

Neu im Kino In dieser Woche starten vier Filme / Biografisches Drama über frühere Filmschauspielerin

Ein bisschen wie „Und täglich grüßt das Murmeltier“

„Über die Unendlichkeit“

Tragikomische Reflexion über die menschliche Existenz. Die Filme des Schweden Roy Andersson tragen eine ganz eigene Handschrift: Der Regisseur verbindet auf kunstvolle Weise lange Einstellungen, lakonischen Humor und eine subtile Gesellschaftskritik. Auch sein neues Werk zeichnet sich durch die streng durchkomponierten Bilder und den lakonisch-melancholischen Ansatz aus. Dieses Mal blickt der Regisseur in kurzen Episoden in die traurigen Seelen der Menschen und reflektiert so über die menschliche Existenz. Er zeigt einen Priester, der den Glauben verliert, Eltern am Grab ihres toten Sohnes, deutsche Soldaten im Weltkrieg und ein Liebespaar, das über eine völlig zerstörte Stadt schwebt. (78 Min., ab 12 Jahre)

„Hello Again - Ein Tag für immer“

Junge Frau in der Zeitschleife. Die junge Zazie (Alicia von Rittberg), die sich mit Freunden eine WG teilt, erhält eines Tages die Nachricht, dass ein ehemaliger Kindergartenfreund ihre Erzrivalin heiratet. Unbedingt will Zazie diese Verbindung verhindern und sabotieren, steckt aber schnell in einer Zeitschleife fest, die ein bisschen an den Kinoklassiker „Und täglich grüßt das Murmeltier“ erinnert (92 Min., ab 6 Jahre)

„The Outpost - Überleben ist alles“

Kriegsdrama. Der Film führt an einen Außenposten der US-Armee in Afghanistan, nahe der pakistanischen Grenze. Dort wurden im Oktober 2009 acht US-Soldaten bei einem Angriff der radikal-islamischen Taliban getötet. Mit einer Starbesetzung um Orlando Bloom und Scott Eastwood bringt Regisseur Rob Lurie nun das lange, blutige Gefecht, in dem die Soldaten gegen eine Übermacht von Aufständischen kämpften, auf die Leinwand. Vorlage ist das Sachbuch „The Outpost: An Untold Story of American Valor“ des CNN-Journalisten Jake Tapper. (123 Min.)

„Jean Seberg - Against all Enemies“

Verfolgte Kino-Ikone. An der Seite von Jean Paul Belmondo in Jean-Luc Godards Kultfilm „Außer Atem“ wurde Jean Seberg zum Superstar. Als Ikone des französischen Filmstils der Nouvelle Vague wurde sie gefeiert. Doch wer war diese Schauspielerin wirklich, die erst hochgelobt wurde, dann aber Ende August 1979 mit gerade mal 40 Jahren Selbstmord beging? Antworten will das biografische Drama mit Hollywoodstar Kristen Stewart in der Hauptrolle geben: Bei einem Besuch in den USA 1968 will Seberg die Schwarzen im Kampf gegen Unterdrückung unterstützen. Weil sie mit der Bürgerrechtsbewegung der Black Panthers sympathisiert, gerät sie allerdings ins Visier des FBI. Sebergs Überwachung nimmt ungeahnte Ausmaße an und mündet schließlich in einer regelrechten Hetzjagd auf die junge Frau. (103 Min., ab 12 Jahre) dpa

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