Bergstraße

Pandemie Jetzt 341 Infektionen insgesamt im Kreis Bergstraße

Ein neuer Corona-Fall in Biblis

Archivartikel

Bergstraße.Im Kreis Bergstraße wurde heute ein neuer Corona-Infektionsfall gemeldet – und zwar in Biblis. Insgesamt sind damit 341 Infektionsfälle bekannt, wie das Landratsamt am Abend meldete. 297 Personen seien mittlerweile genesen. Vier Patienten liegen in Krankenhäusern. 

In Hessen liegen weiterhin alle Kreise und Städte weit unter der zulässigen Schwelle für Neuinfektionen. Den höchsten Wert hat aktuell Frankfurt, wo es in dieser Woche viele Corona-Infektionen in einem Flüchtlingsheim gab. Keinen einzigen bestätigten Fall gab es in der zurückliegenden Woche im Vogelsbergkreis.

Wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilte, liegt die Zahl der insgesamt bestätigten Fälle bei 9656, das waren 82 mehr als am Vortag. In den letzten sieben Tagen kamen 423 Neuinfektionen dazu. 457 Menschen sind bisher in Hessen an Covid-19 gestorben, von Donnerstag auf Freitag kamen sechs Todesfälle dazu.

Bund und Länder hatten festgelegt, dass Beschränkungen verhängt werden müssen, wenn es in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt in einer Woche mehr als 50 neue Fälle je 100.000 Einwohner gibt. Die anteilig meisten neuen Infektionen in den vergangenen sieben Tagen gab es in Frankfurt: Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz lag am Freitag bei 18 pro 100.000 Einwohnern. Danach folgten Wiesbaden mit zwölf und der Main-Taunus-Kreis, Stadt und Kreis Offenbach mit elf. Im Kreis Bergstraße sind in den vergangenen sieben Tagen sieben Menschen erkrankt. Der Grenzwert liegt bei 135.

Die meisten Todesfälle (60) gibt es im Odenwaldkreis, Frankfurt liegt mit 59 dicht dahinter. In der Statistik des Ministeriums werden nur Angaben erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine elektronische Datenbank eingepflegt worden sind. Im Kreis Bergstraße gab es bisher drei Tote.

Bundesweit sind bis zum Vormittag über 177.200 Infektionen registriert worden (Stand 10.15 Uhr). Am Mittwochabend waren es bereits mehr als 176.400 Fälle gewesen. Am Donnerstagvormittag lagen keine aktualisierten Daten der Bundesländer vor. Mindestens 8173 Infizierte sind den Angaben zufolge bundesweit gestorben (Stand Mittwoch, 20 Uhr: 8117). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag bei 0,89 (Datenstand 21. Mai, 0 Uhr). Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit vergangener Woche gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,92. Er zeigt das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen.

Nach weiteren Schätzungen des RKI haben rund 159.000 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle. dpa/tm

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