Bergstraße

Landtagskandidaten Stefanie Teufel aus Lampertheim (FDP) ist Direktkandidatin im Wahlkreis Bergstraße-West und fährt mit Begeisterung Motorrad

Eine Frau, die für ihre Sache brennt

Archivartikel

Bergstraße.Wenn sie von einem anstrengenden Arbeitstag nach Hause kommt, dann hilft ihr der Sport, um den Kopf von den unliebsamen Dingen des Alltags frei zu bekommen. Abstand gewinnen kann Stefanie Teufel besonders gut auf dem Motorrad. „Einnorden“ nennt das die FDP-Direktkandidatin im Wahlkreis Bergstraße-West.

Der Odenwald liegt für die Lampertheimerin quasi vor der Haustür. Also nichts wie rein in die Lederkluft und rauf auf das PS-starke „Naked Bike“ – ein Motorrad also ohne windkanalgängige Verkleidung, auf dem man den Fahrtwind ungefiltert zu spüren bekommt, sobald man am Gasgriff dreht. Und daran dreht Teufel auch gerne, sobald sie die Bebauung hinter sich gelassen und die freie Strecke vor sich hat. Ihre „Hausrunde“ führt sie dann quer durch den kurvenreichen Odenwald bis nach Amorbach.

Natur, Dynamik, Freiheit

Ein oder zwei Stopps unterwegs gehören dazu, denn die 51-Jährige liebt den Odenwald nicht nur wegen seiner attraktiven Fahrstrecken, sondern auch wegen der schönen Landschaft. „Eine Postkarte nach der anderen“ tue sich von Kurve zu Kurve für den Betrachter auf. Wenn sie davon schwärmt, wie sie sich unterwegs den Wind um die Nase wehen lässt, dann meint Teufel das durchaus auch wörtlich: „Es riecht gut.“ Aber was ist es genau, warum sie ihre Motorradtouren durch den Odenwald so genießt? „Das Naturerlebnis, die Dynamik und das Freiheitserlebnis“, schwärmt die Powerfrau.

Freiheit. Da ist das Wort, das auch im Selbstverständnis ihrer Partei eine besondere Rolle spielt. Freiheit ist für Stefanie Teufel wichtig. Aber sie benennt auch entschieden deren Grenzen: „Wenn die Freiheit des anderen eingeschränkt wird.“ Deshalb dreht die liberale Politikerin auch nicht schon innerorts, sondern erst dann den Gasgriff auf, wenn die letzten Häuser im Rückspiegel immer kleiner werden. Rücksichtnahme und Verantwortungsbewusstsein sind für die Bikerin Selbstverständlichkeiten, die zu ihrem Leidwesen und nach ihrer Beobachtung in unserer Gesellschaft heute an Bedeutung verloren haben.

Mit leuchtenden Augen

Wer Motorrad fährt, der muss neben Fitness, Gleichgewichtssinn und Koordinationsvermögen auch Verantwortungsbewusstsein besitzen, sonst steigt man früher oder später einmal unfreiwillig ab. Das weiß auch Stefanie Teufel, die mit 15 Mofa fuhr, mit 16 Moped und mit 18 Motorradfahren lernte: „Den Führerschein habe ich in einem Schwung mit dem fürs Auto gemacht.“ Mit 20 gab’s dann die erste eigene Maschine: „Einen 600er Sportler.“

Seitdem zieht sie mit Begeisterung ihre Runden – natürlich nicht nur im Odenwald. Früher hat sie auch schon mal auf der Rennstrecke in Hockenheim ihre Runden gedreht. In die Alpen ging’s auch schon mehrfach, und im Januar beim Urlaub mit ihrer Partnerin in Südspanien hat sie sich auch mal ein Motorrad gemietet. Wenn sie von ihren Touren berichtet, dann leuchten ihre Augen, dann kann sie den Zuhörer im Geiste mitfahren lassen, so begeistert erzählt sie.

Bei allem mit vollem Einsatz

Stürze? „Nichts Schlimmes“, erinnert sich die 51-Jährige an einen Ausrutscher in Jugendzeiten mit ihrem Moped auf der Juhöhe. Ansonsten: „Immer sitzen geblieben“, freut sie sich. Wer Motorrad fährt, der weiß, dass dazu Können und Konzentration gehören. Auch für die dynamische Lampertheimerin: „Wenn ich unaufmerksam bin, steigt das Risiko.“ Und gerade die Konzentration aufs Fahren schafft den gewünschten Effekt, die Tour zu genießen und Abstand vom Alltag zu gewinnen. Wenn Stefanie Teufel etwas macht, dann macht sie es richtig und mit vollem Einsatz.

Das gilt beim Motorradfahren ebenso wie für den Beruf oder auch die Zeit des Hausbaus, als die Fachfrau aus der Baubranche vor einigen Jahren mit vollem Einsatz Regie führte bei der Errichtung des schmucken Eigenheims im Lampertheimer Südosten. Und es gilt auch für die Politik. Wie sehr sie für ihre Sache brennt, ist buchstäblich spürbar, wenn die Powerfrau aus der freien Wirtschaft loslegt: Sie plädiert für verantwortlichen Umgang mit und effektiven Einsatz von Steuergeldern oder für verstärkte Anstrengungen im Wohnungsbau – aus ihrer Sicht auch gerne mit Hilfestellungen für Otto Normalverbraucher, der mit der Schaffung von Wohneigentum schließlich die bestmögliche Form der Altersvorsorge betreiben könne.

„Wir müssen die Kurve kriegen“, gibt die Motorradfahrerin richtig Gas mit Blick auf grundlegende Werte, die in unserer Gesellschaft nicht mehr das Gewicht haben, das sie haben sollten. Vielleicht ist es wie beim Motorradfahren mit der „Blickführung“: Den Blick dahin richten, wohin man fahren will, statt das Hindernis zu fixieren. Denn erfahrene Biker wie Stefanie Teufel wissen: Wer gebannt auf den näherkommenden Bordstein starrt, der wird ihn auch touchieren, obwohl der Wendekreis des Motorrads locker ausgereicht hätte, um die Kurve zu kriegen.

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