Bergstraße

Herzschwäche Mit einem Aktionstag beteiligt sich das Kreiskrankenhaus Bergstraße an den Herzwochen der Deutschen Herzstiftung

Eine Krankheit, die oft verkannt wird und sehr gefährlich ist

Bergstraße/Heppenheim."Viele Menschen leiden unter einem schwachen Herzen - und wissen es nicht. Dabei ist das ein großes gesundheitliches Risiko", so das Kreiskrankenhaus Bergstraße. Schon seit Jahren führt die Deutsche Herzstiftung deshalb immer im November Herzwochen zum Thema Herzinsuffizienz durch.

Unter dem Titel "Das schwache Herz" lädt auch die Kardiologie des Kreiskrankenhauses für kommenden Samstag, 18. November, zu einem Tag der offenen Tür ein und beteiligt sich damit an der der bundesweiten Veranstaltungsreihe. In den Blickpunkt rücken verschiedene Diagnosen und Behandlungsmöglichkeiten.

Besucher können Fragen stellen

Das Programm in der Cafeteria des Krankenhauses setzt sich aus Vorträgen und Vorführungen zusammen (siehe Infobox). Es beginnt um 10 Uhr und endet gegen 14 Uhr. Darüber hinaus sind die Besucher zum Dialog mit den Herzmedizinern des Kreiskrankenhauses eingeladen - ihren Fragen wird ausreichend Platz eingeräumt.

"Herzinsuffizienz, also Herzschwäche, ist weit verbreitet. Wenn diese Krankheit unerkannt bleibt oder nicht therapiert wird, kann sie lebensbedrohlich sein", so die Heppenheimer Einrichtung. Am Samstag klären deshalb der Chefarzt der kardiologischen Fachabteilung, Dr. Wolfgang Auch-Schwelk, und Oberärzte aus seinem Spezialistenteam über Symptome und Risiken von Herzschwäche auf und geben Einblick in die Herzmedizin am Kreiskrankenhaus.

Es wird erläutert, was ein schwaches Herz ist, welche lebensbedrohlichen Gefahren Herzrhythmusstörungen bergen und welche Therapiemöglichkeiten die moderne Medizin kennt. Um die Thematik zu veranschaulichen, werden die Referate mit Livevorführungen begleitet. Die moderne Medizin soll so hautnah erlebbar werden.

Die Besucher sehen, wie eine Herzecho-Untersuchung (Echokardiographie) vonstattengeht und wie implantierte Defibrillatoren kontrolliert werden. Zudem steht eine Interviewrunde auf dem Programm, bei der Betroffene über ihr Leben mit Herzschwäche berichten.

Wie verbreitet die Erkrankung ist, belegen Zahlen der Deutschen Herzstiftung: Demnach leiden in Deutschland bis zu drei Millionen Menschen an Herzinsuffizienz. Rund 444 000 Erkrankte werden jedes Jahr in eine Klinik eingeliefert, in mehr als 45 000 Fällen nimmt die Krankheit einen tödlichen Verlauf.

Ursachen und Warnzeichen

"Das Problem: Die Herzschwäche wird von Betroffenen oft verkannt und somit auch nicht in all ihren Konsequenzen erkannt. Viele Herzkranke kennen weder Ursachen noch krankheitstypische Warnzeichen der Herzschwäche", erläutert der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Herzstiftung, Professor Dr. Thomas Meinertz. Dabei seien sie besonders gefährdet.

Mit der Veranstaltung im Rahmen der Herzwochen will das Kreiskrankenhaus Aufklärungsarbeit leisten. Dr. Auch-Schwelk sieht hier großen Bedarf und verweist auf aktuelle Erhebungen: "Herzschwäche ist eine der Haupttodesursachen in Deutschland", bilanziert der erfahrene Mediziner. An dem zum Heidelberger Universitätsklinikum gehörenden Kreiskrankenhaus Bergstraße in Heppenheim können auch komplexe Herzerkrankungen behandelt werden. zg

Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel