Bergstraße

Kommentar

EU-Hilfen: Italienische Fässer

Archivartikel

Vielleicht bringt Italien diesmal mit dem vielen Geld aus Brüsseler und den Kassen anderer EU-Länder halbwegs vernünftige Reformen zustande. Die sich auch in steigendem Wohlstand widerspiegeln. In der Vergangenheit war das nicht der Fall, wie ein Blick in die Statistik zeigt. So wuchs die Wirtschaft in der Eurozone seit der Jahrtausendwende um 18 Prozent, in Italien schrumpfte sie um 2 Prozent. Selbst Griechenland schaffte ein Plus von drei Prozent. In Italien galoppierte hingegen die Staatsverschuldung. Und Reformen? Fehlanzeige. Ein Beispiel: Trotz einer alternden Bevölkerung hat Italien in Europa mit das niedrigste Renteneintrittsalter und das höchste Rentenniveau (gemessen am Erwerbseinkommen). Und stets gibt es neue Möglichkeiten des vorgezogenen Ruhestands. Frisches Geld darf es nur gegen nachprüfbare Reformen und in Raten geben, sonst verschwindet es wieder in den italienischen Fässern, die bekanntlich selten einen Boden haben.
 
Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel