Bergstraße

BA Natürlich Veranstaltung am 26. Mai im Naturschutzzentrum

Familiensonntag ganz im Zeichen fleißiger Bienen

Archivartikel

Bergstraße.Alle Welt redet über Artenvielfalt, Bienensterben und Nachhaltigkeit: Schlagworte, die derzeit in aller Munde sind. Und auch die Tatsache, dass ohne Bienen, ohne deren Bestäubungsmarathon auf der Erde kein Leben möglich wäre, rangiert nicht mehr länger unter „Fake News“. Für das Naturschutzzentrum Bergstraße (NZB) sind diese Themen nicht neu. Seit Jahren rühren die Mitarbeiter dort die Werbetrommel für mehr Wertschätzung vor der Natur und machen mit unterschiedlichen Aktionen und Veranstaltungen für die Großen und die Kleinen immer wieder darauf aufmerksam, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit Pflanzen und Tierwelt aussehen sollte.

Viel für die Menschen getan

Am „Bienensonntag“ (26. Mai) laden das Mitarbeiterteam und seine Gäste in der Reihe „BA Natürlich“ von 14 bis 17 Uhr in Kooperation mit der BUND-Wespen- und Wildbienenexpertin Brigitte Martin aus Darmstadt und der Stadt Lorsch, verbunden mit dem Projekt Bienensegen, auf das Gelände an der Erlache ein.

In der Ankündigung des Bienensonntags im Programmheft des NZB heißt es auszugsweise: „Honig- und Wildbienen sind wieder zahl- und artenreich unterwegs. Sie haben in den letzten Wochen schon viel für uns Menschen getan. Sind von Blüte zu Blüte geflogen und sorgen dafür, dass wir auch in diesem Jahr Obst und Gemüse ernten können. Heute werden wir bei unseren Aktionen auf die so wichtigen Insekten aufmerksam machen.“

Neues Hotel für die Wildbienen

Veronika Lindmayer, pädagogische Leiterin im NZB informiert vorab über einzelne Programmpunkte und gibt auch ein ganz persönliches Statement ab: „Unser Anspruch ist es, Wertschätzung gleichermaßen für die Wild- und die Honigbiene hervorzurufen.“

Roland und Heike Eberle zum Beispiel betreuen die NZB-Bienen. Sie führen Erwachsene und Kinder in Imkeranzügen zu den Honigbienen und gewähren Einblicke

Das Naturschutzzentrum übt sich in Selbstkritik und gibt unumwunden zu, aus Unwissen beim Bau eines Wildbienenhotels Einiges falsch gemacht und daraus Konsequenzen gezogen zu haben. Das Wildbienenhotel wurde deshalb zurückgebaut, und jetzt sollen mit Hilfe von Schulklassen und Besuchern neue Wohnungen entstehen. Infotafeln geben dazu Erläuterungen.

Fachfrau Brigitte Martin wird ihre große Wildbienenausstellung mitbringen und wird verschiedene von Wespen und Hornissen gebaute „Kunstwerke“ ausstellen.

Stefanie Richter wird anhand eines optischen Gerätes (Binokular) demonstrieren, wie zerbrechlich die Flügel der Bienen sind und warum man deshalb bei Nisthilfen Holunderstängel oder Bambusröhrchen extrem fein feilen muss.

Beate Löffelholz vom NZB zeigt außerdem, wie die Bestäubung vonstattengeht.

Kreative Angebote werden das Programm abrunden. Unter anderem werden aus Erlenzapfen kleine Bienen gebastelte. Eine Überraschung kündigt Lindmayer mit den „Bienensummern“ an. Außerdem sind wieder Naturschützer mit im Boot, die auf die Artenvielfalt und unsere Verantwortung zum Erhalt von Insekten aufmerksam machen.

Für das leibliche Wohl der Besucher wird beim Bienensonntag ebenfalls gesorgt sein. gs

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