Bergstraße

Stiftung Orbishöhe 2000 Euro für das Kinder- und Jugendprogramm der „Showmaker“-Festivals

Festivalbesuch soll keine Frage des Geldbeutels werden

Bergstraße.Ohne finanzielle Unterstützung würde es die zahlreichen Festivals nicht geben, die Harry Hegenbarth mit seinem „Showmaker“-Team jedes Jahr in der Region organisiert. Schweren Herzens gab Hegenbarth Anfang des Jahres bekannt, dass es in diesem Jahr aufgrund fehlender Mittel kein Stadtparkustik-Festival in Zwingenberg geben wird. „Wir funktionieren nur mit Sponsoren, und die Finanzierung der Festivals, die von Jahr zu Jahr größer werden, gestaltet sich immer schwieriger“, sagt der Showmaker.

Weiterhin kostenlos

Doch warum bleiben die Festivals trotz der schwierigen Lage kostenlos? „Das werde ich immer wieder gefragt“, sagt Harry Hegenbarth. „Wir haben ein Konstrukt geschaffen, bei dem alle mitspielen, um diese Veranstaltungen so anbieten zu können.“ Außerdem möchte der erfahrene Veranstalter an der Idee festhalten, Festivals zu schaffen, bei denen der Besuch keine Frage des finanziellen Status, des Alters, der Herkunft oder der sonstigen Lebenssituation ist, und sagt: „Wir tun jedes Jahr aufs Neue alles, um die Festivals zu erhalten.“

Mit Herzblut dabei

Um die Idee zu unterstützen, dass auch Kinder und Jugendliche, die in finanziell schwierigen Verhältnissen aufwachsen, an Veranstaltungen wie diesen teilnehmen können, hat sich jetzt die Stiftung Orbishöhe mit Harry Hegenbarth zusammengetan. Mit einer Summe von insgesamt 2000 Euro unterstützt die Stiftung in diesem Jahr das Kinder- und Jugendprogramm des Birkengarten-Festivals in Lorsch, des Vogel-der-Nacht-Festivals in Bensheim und des Maiberg-Open-Air-Festivals in Heppenheim

„Im Kreis Bergstraße leben 4800 Kinder von Hartz IV und es gibt zahlreiche Familien, die sich Festival- oder Konzertbesuche nicht leisten können. Wir möchten, dass auch diese Kinder die Möglichkeit haben, qualitativ hochwertige Veranstaltungen wie diese zu besuchen“, sagt Diana Stolz, Erste Kreisbeigeordnete des Kreises Bergstraße und Beirätin der Stiftung Orbishöhe.

Nachdem die Stiftung vor einigen Wochen auf Harry Hegenbarth zukam, gab es ein paar Gespräche – und nun ist alles in trockenen Tüchern. „Er hat uns angesteckt. Das Thema Herzblut ist bei ihm gut verankert“, sagt Stiftungs-Vorsitzender Rainer Daum über Hegenbarth. „Wir probieren es aus und werden sehen wie es läuft. Aber genau für solche Projekte ist die Stiftung da und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit“, fügt Daum hinzu.

Es ist ein Geben und Nehmen

Beim Pressegespräch am Freitag betont Showmaker Harry Hegenbarth, dass es bei seinen Festivals nicht nur die Möglichkeit gibt, als Sponsor mitzuhelfen, sondern auch Vereine, Schulen und Kindergärten dürfen gerne mit anpacken. „Es ist ein Geben und Nehmen“, sagt er. „Ein Kindergarten möchte auf einer Veranstaltung einen Kuchenverkauf oder eine Tombola starten? Kein Problem. Ihr bringt den Kuchen, ich den Kaffee.“ Auch am Bühnenprogramm darf man sich beteiligen. Beim diesjährigen Maiberg-Open-Air-Festival im Juni zum Beispiel wird eine Grundschule aus Heppenheim ein Musical aufführen. „Ich biete die Technik und die Bühne und bekomme dafür einen tollen Programmpunkt für mein Festival“, sagt Hegenbarth. Die Festivals seien in den zurückliegenden fünfzehn Jahren aus vielen Menschen und Ideen gewachsen, dass sie inzwischen so sind, wie sie sind. „In dieser Form habe ich sowas noch nie gesehen“, sagt der Veranstalter.

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