Bergstraße

Brand Flammen verursachen geschätzte 100 000 Euro Sachschaden / 87-jähriger Bewohner kommt mit dem Schrecken davon

Feuer zerstört Wohnhaus

Archivartikel

Lampertheim.Durch einen schweren Brand ist in der Nacht von Montag auf Dienstag ein Hinterhaus in der Lampertheimer Schwalbenstraße völlig zerstört worden. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf über 100 000 Euro. Bewohner wurden nicht verletzt. Ein Feuerwehrmann zog sich bei den Löscharbeiten eine Blessur am Bein zu. Was den Brand verursacht hat, ist derzeit noch unklar.

Der 87-jährige alleinlebende Hausbewohner hatte nach Auskunft der Polizei das Feuer gegen 0.30 Uhr selbst bemerkt und das Gebäude unverletzt verlassen können. Ebenso sein Sohn, der gerade zu Besuch war. Beide kamen für die Nacht bei Verwandten im angrenzenden Vorderhaus unter. Dieses und die umliegenden Häuser blieben unbeschädigt.

„Der Brand muss sich rasend schnell ausgebreitet haben“, vermutet Stadtbrandinspektor Klaus Reiber. Die Rauchmelder im Haus hätten funktioniert; die Feuerwehr alarmiert hätten aber wohl Bewohner eines benachbarten Hochhauses. Als die ersten Einsatzkräfte sieben Minuten später eintrafen, hätten bereits sämtliche Wohnräume in Flammen gestanden, so Reiber. Daher auch der hohe Sachschaden.

Knall- und andere Brandgeräusche seien Zeichen für eine „hohe Brandintensität“ gewesen. Die Hitze war so groß, dass unter anderem Glasbausteine geplatzt seien, schildert der Stadtbrandinspektor.

Der Einsatz sei mit einer zusätzlichen Herausforderung verbunden gewesen, weil es sich bei dem betroffenen Gebäude um ein Hinterhaus handelt. Mit der gesamten Ausrüstung hätten die Feuerwehrleute zunächst einmal 20 Meter aufs Grundstück vordringen müssen, erklärt Reiber: „Das macht es nicht unbedingt einfacher.“

Den Männern sei es gelungen, einen außen auf dem Grundstück liegenden Öltank vor dem Feuer zu sichern. Darüber könne man nur froh sein, denn der Tank hätte sich bereits deutlich erwärmt und „der Kunststoff war schon etwas angeschmolzen“.

Zur Brandursache gebe es bislang keine Anhaltspunkte. Ebenfalls unklar war bis gestern, in welchem Raum das Feuer ausgebrochen sein könnte. „Die Brandermittlungen dauern dahingehend noch an“, heißt es in einer Presseerklärung der Polizei.

Insgesamt waren 36 Feuerwehrleute und zwei Einsatzkräfte des THW in der Schwalbenstraße mehr als zwei Stunden beschäftigt. Vorsorglich war außerdem rund ein Dutzend Sanitäter vor Ort. /sm

Info: Fotostrecke und Video in der Digitalen Zeitung und im Internet: www.bergstraesser-anzeiger.de

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