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Kommentar

Frankreich: Durchsichtiges Spiel

Archivartikel

Die französische Politik und die Fußball-Bundesliga haben einiges gemeinsam. Wenn hierzulande ein Fußballteam vor sich hinrumpelt, Spiele in Serie verloren gehen oder der Abstieg naht, wird der Trainer gewechselt. Den Abschied verkündet dann ein Sportdirektor oder Präsident des jeweiligen Vereins. Und ist fein raus. Eigene Fehler oder grundsätzliche Defizite lassen sich so schön kaschieren. Wenn in Frankreich der Staatspräsident in Umfragen schlecht abschneidet oder in der Öffentlichkeit schlecht dasteht, dann muss der Premierminister gehen. Emanuel Macron hat dieser Tage zu dem gängigen Mittel gegriffen und Premier sowie einige Minister ausgetauscht. Auch er ist scheinbar fein raus. War es doch die Regierung, die schlechte Arbeit abgeliefert hat. Aber wie so häufig in der Vergangenheit wird das auch diesmal weder in Paris wie auch so oft in der Bundesliga nicht zu den gewünschten Resultaten führen. Das Spiel ist zu durchsichtig.

 
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