Bergstraße

Kommentar

Giffey und Guttenberg

Bergstraße.Studenten fallen durch Prüfungen, weil sie ein paar  Zitatangaben vergessen haben, beklagen ihre Asta-Vertreter an der Freien Universität Berlin. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat in ihrer Doktorarbeit auf 205 Seiten 27 Mal Plagiate eingebaut, sprich geschummelt. Sie übernahm ganze Sätze oder Paraphrasen aus anderen Arbeiten ohne Quellen zu nennen. Objektive Täuschung urteilten Prüfer in einem Gutachten. Und trotzdem wurde ihr der Doktortitel nicht aberkannt. Sie kam mit einer Rüge davon. Ein Unding, so die Studenten zurecht. Giffey selbst will wohl keine Konsequenzen ziehen.

Gegen Sie ist der gefallene CSU-Star Karl-Theodor zu Guttenberg fast schon ein Ehrenmann. In der Doktorarbeit des ehemaligen Verteidigungsministers fanden sich 23 Textpassagen mit Plagiaten, wie eine Kommission der Uni Bayreuth im Jahr 2011 feststellte. Guttenberg trat kurz danach von allen politischen Ämtern zurück. Und Giffey: die denkt nicht daran und will anscheinend Regierende Bürgermeisterin von Berlin werden und (kein Scherz!): Wissenschaftssenatorin.

 
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