Bergstraße

Soziales Außergewöhnlich hohe Spendensumme für Förderverein

Gut 10 000 Euro für die Notfallseelsorge

Archivartikel

Bergstraße.Der Förderverein Notfallseelsorge Bergstraße hat die „Erste Hilfe für die Seele“ im vergangenen Jahr mit 10.234 Euro unterstützt. Der Beitrag setzt sich aus Mitgliedsbeiträgen und einer außergewöhnlich hohen Spendensumme zusammen, wie der Vorsitzende des Fördervereines, Lampertheims Bürgermeister Gottfried Störmer mitteilte.

„Wir sind dankbar, dass wir mit den Spenden und Mitgliedsbeiträgen circa ein Drittel des Haushaltsplanes der Notfallseelsorge finanzieren können“, erklärte Störmer. Nach seinen Angaben konnte der Förderverein vor allem die Kosten für Aus- und Fortbildungskurse, Bekleidung und Ausstattung sowie Verwaltungs- und Homepagekosten decken. Mit nunmehr 136 Mitgliedern habe der Förderverein zudem eine neue Höchstmarke erreicht. Störmer sprach von einer „großartigen Entwicklung“.

Im Jahr 2019 war die Notfallseelsorge an 109 Tagen insgesamt 138 Mal alarmiert worden. Dabei legten die Einsatzkräfte insgesamt mehr als 9000 Kilometer zurück. Sie wurden zu unvorhergesehenen Ereignissen wie Unfällen, plötzlichen Erkrankungen, Suizid oder der Überbringung von Todesnachrichten gerufen. Durch Zuwendung, Orientierung und Beruhigung helfen die Mitarbeiter in Schocksituationen über die ersten schrecklichen Stunden hinweg. Mit 17 gab es die meisten Einsätze in Lampertheim, gefolgt von Heppenheim mit 15 und Bürstadt, Bensheim und Viernheim mit jeweils 11.

Zu Beginn der Corona-Pandemie hatte das Bergsträßer Gesundheitsamt die Notfallseelsorge aufgefordert, die Einsätze vorerst auszusetzen. Sie musste sich daraufhin auf telefonische Beratungen beschränken. Seit dem 23. Mai ist die Notfallseelsorge wieder vor Ort im Einsatz. Etliche der rund 60 Ehrenamtlichen können nach Angaben der Leiterin der Notfallseelsorge, Pfarrerin Karin Ritter, derzeit aber nicht im Dienstplan berücksichtigt werden, weil sie zur Risikogruppe gehören, über 60 Jahre alt sind oder Vorerkrankungen haben. Für die Aktiven sei es daher eine besondere Herausforderung, den Bereitschaftsdienst rund um die Uhr aufrecht zu erhalten. red

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