Bergstraße

Naturschutz Verbände gehen mit der Bitte um Hinweise an die Öffentlichkeit / Ermittlungen dauern an

Habicht getötet: 6500 Euro für Hinweise auf den Täter

Archivartikel

Bergstraße.Der Habicht ist ein streng geschützter Greifvogel. Als ein Habichtweibchen im vergangenen Frühjahr von einer Schrotladung getroffen wurde und starb, handelte es sich um eine Straftat. Die Ermittlungen sind jedoch schwierig. Jetzt wenden sich Naturschutzverbände an die Öffentlichkeit mit der Bitte um Hinweise auf den Täter – verbunden mit einer ausgelobten Belohnung in Höhe von 6500 Euro.

Im April 2018 war am „Gorxenkopf“ südlich von Gorxheim auf Weinheimer Gemarkung unweit der Landesgrenze das Habichtweibchen am Horst mit einer Schrotladung erschossen worden. Daraufhin war auch das aus drei Eiern bestehende Gelege abgestorben. Der Beauftragte für den Greifvogelschutz im Vorderen Odenwald, der Birkenauer Peter Schabel, hatte die Straftat aufgedeckt, die Beweise gesichert und den Behörden übergeben.

Nachdem die Untersuchungsergebnisse zur Todesursache des Habichts vorlagen, hatte Schabel nach Absprache mit der Oberen Naturschutzbehörde, die beim Regierungspräsidium in Karlsruhe angesiedelt ist, bei der Staatsanwaltschaft in Mannheim „Strafanzeige gegen Unbekannt“ erstattet und den Vorfall öffentlich gemacht.

Greifvogelkadaver untersucht

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft werden jetzt zwei Fotos veröffentlicht, die den Beschuss des Habichts mit einer Schrotladung belegen: eine Röntgenaufnahme des Habichtkadavers, auf der acht Schrotkugeln zu sehen sind, und eine vergrößerte Detailaufnahme der vier Geschosse, die man zur Feststellung der verwendeten Munition dem Kadaver später entnommen hatte. Beide Aufnahmen wurden am 12. Juni 2018 bei der Untersuchung des getöteten Habichts im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe angefertigt.

Der Habicht wurde in der ersten Aprilhälfte – also kurz vor oder an Ostern 2018 – in dem Waldbereich zwischen der Straße „Im Gorxenbuckel“ (Gorxheimertal) und dem Berg „Gorxenbuckel“ (Gemarkung Weinheim) abgeschossen. Zeugen, die verdächtige Beobachtungen im Umfeld des Tatorts gemacht haben oder die weitere Angaben zu den Geschehnissen oder zum Täter machen können, werden gebeten, sich beim Polizeipräsidium Mannheim, unter der Telefonnummer 0621 / 1740 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Die Belohnung von 6500 Euro für Hinweise, die zur Aufklärung der Straftat und zur Ermittlung des Täters führen wurde gemeinsam von den Bergsträßer Kreisverbänden des Naturschutzbundes und des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland, der Ortsgruppe Weinheim im Naturschutzbund sowie zwei Privatpersonen bereitgestellt.

Es besteht die Möglichkeit, sachdienliche Hinweise online anonym zu gehen. Das System der Polizei ist im Internet zu erreichen. red

Info: Anonyme Hinweise an: https://www.bkms-system.net/bw-korruption

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