Bergstraße

Kommentar

Hauptsache verbieten und regulieren

Archivartikel

Mitten in der Corona-Krise, als gäbe es keine anderen Sorgen, überbieten sich Politiker wieder mal mit Verboten und Gängelungen. So wollen die Grünen allen Ernstes sämtliche Pläne für Autobahnen und Bundesstraßen stoppen. Das kann man aus der Sicht der Kernwählerschaft in Berlin-Kreuzberg so sehen. Anders sieht das auf dem Land aus, wo mitunter seit Jahrzehnten dringend auf Autobahnzubringer und Umgehungsstraßen gewartet wird. Dauerstau mit laufenden Motoren von Pkw und Lkw in Dörfern ist auch keine Antwort auf die Klimaherausforderungen.

Das Straßenbauverbot wäre, von Ferne betrachtet und ohne Kenntnis der konkreten Lage vor Ort, ja noch halbwegs diskutabel. Doch warum Arbeitsminister Heil von der SPD nun Pläne für einen gesetzlichen Anspruch auf mindestens 24 Tage mobile Arbeit im Jahr, das wären zwei Tage im Monat, veröffentlicht, bleibt sein Geheimnis. Bäcker, Bauarbeiter oder Krankenschwester und Ärzte und viele andere bleiben sowieso außen vor, sie können nicht von zu Hause arbeiten. Allen anderen soll es doch selbst überlassen bleiben. Man kann ja mit dem Arbeitgeber reden. Denn auch die sind in der Corona-Krise flexibler geworden. Mobil arbeiten, wenn es für beide passt wäre eine gangbare Lösung. Dafür braucht es einen guten Umgang miteinander und kein Gesetz.

 
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