Bergstraße

Soziales Monika Horneff ist die neue Chefin des Gemeindepsychiatrischen Zentrums Bergstraße-Ried

Hilfe für Menschen in seelischen Krisen

Lampertheim.Drei gute Vorsätze hat sich Monika Horneff (Bild) für ihren neuen Posten vorgenommen. Seit 1. Januar leitet sie gemeinsam mit Karin Poßmann das Gemeindepsychiatrische Zentrum Bergstraße-Ried des Caritasverbands Darmstadt und ist für die Aufgabengebiete im Raum Lampertheim und Viernheim zuständig, während Poßmann den Raum Bensheim übernimmt.

Horneff leitet die Dienststellen Lampertheim und Viernheim mit je einer Tagesstätte, einer psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle und Betreutem Einzelwohnen in Lampertheim, Bürstadt, Biblis, Groß-Rohrheim und Viernheim. Die 53-jährige Diplom-Sozialpädagogin ist seit 1993 beim Caritasverband Darmstadt beschäftigt. Viel Jahre war sie in der Suchtkrankenhilfe tätig. Schon seit August 2016 war sie stellvertretende Leiterin der Dienststelle in Lampertheim und vertrat Annette Wilke-Hanf, die zum Jahresende in Ruhestand gegangen ist.

Die drei Vorsätze, die Horneff sich für ihre Leitungsarbeit gefasst hat, sind: Zum einen möchte sie die Öffentlichkeit besser über psychiatrische Erkrankungen informieren und so um mehr Verständnis für ihre Klienten werben. Zum anderen möchte sie dafür sorgen, dass ihr 15-köpfiges Team sich bei der Arbeit wohlfühlt und sich auch weiter entwickelt. Und als Drittes möchte sie „vielen jungen Leuten die Chance auf einen Praktikumsplatz geben“ und damit für den Beruf werben. Dass es auch in Zukunft Bedarf an ausgebildetem Personal gibt, das sich um Menschen kümmert, die psychisch erkrankt oder von einer solchen Erkrankung bedroht sind, darüber ist sich Horneff mit ihrer Kollegin Poßmann und der Caritasdirektorin Stefanie Rhein einig. Die Wartelisten und Anfragen zeigten das.

In Lampertheim und Viernheim betreibt das Gemeindepsychiatrische Zentrum jeweils eine Tagesstätte und Betreutes Wohnen. In der Beratungsstelle ist Horneff in der Regel die erste Ansprechpartnerin. Menschen in seelischen Krisen und solche, die Orientierungshilfe brauchen, können sich an sie wenden. Aber auch Angehörige von psychisch Erkrankten finden hier Hilfe und Unterstützung.

Viele, die die Angebote des Gemeindepsychiatrischen Zentrums in Anspruch nehmen, kämen auf Anraten ihres Arztes, über die Vitos-Klinik oder auch, weil sie darüber in der Presse gelesen haben, so Horneff. Während die Beratung kostenlos erfolgt, entstehen für die Betreuung und auch für die Tagesstätte Kosten, die der Landeswohlfahrtsverband übernimmt, wenn ein entsprechender Hilfe- und Kostenplan erstellt und genehmigt wurde.

Darin wird festgelegt, welche Hilfe der betroffene Mensch braucht und welches Ziel erreicht werden soll. Für jeden wird eine individuell passende Lösung gesucht. Oft kann schon eine Beratung über kurze Zeit das Problem lösen, in anderen Fällen ist eine längerfristige Begleitung notwendig.

In der Tagesstätte geht es vor allem darum, dem Leben der Erkrankten wieder eine Struktur zu geben. An fünf Tagen in der Woche gibt es hier zwei Mahlzeiten, die auch gemeinsam zubereitet werden. Außerdem erledigen die Klienten leichte (Auftrags-) Arbeiten. Es gibt Gespräche, kreative Beschäftigung, Bewegungsangebote, gemeinsame Ausflüge und kulturelle Unternehmungen. „Wir geben den Menschen so viel Hilfe wie nötig“, erklärt Rhein. Denn das Ziel sei immer, die Menschen zur Eigen- und Selbstständigkeit hinzuführen. / swa

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