Bergstraße

Hilfe für psychisch Kranke

109 441 Euro gibt es vom Landeswohlfahrtsverband für Caritas und Diakonie

An 70 Standorten in Hessen gibt es Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen, in denen psychisch kranke Menschen dauerhaft oder vorübergehend unterstützt werden. Mit rund 2,59 Millionen Euro fördert der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen in diesem Jahr die 44 Träger dieser ambulanten Angebote.

Das hat der LWV-Verwaltungsausschuss jetzt beschlossen. Im vergangenen Jahr fiel die Förderung mit 2,57 Millionen Euro etwas geringer aus. Die Mittel des Landeswohlfahrtsverbands richten sich nach der Einwohnerzahl im Versorgungsgebiet. Die Förderung deckt rund 30 Prozent der Kosten einer Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle.

Vier Stellen im Kreis

Im Kreis Bergstraße unterhält der Caritasverband Darmstadt zwei solcher Stellen in Lampertheim und Viernheim, deren Arbeit der LWV mit knapp 60 000 Euro unterstützt. Darüber hinaus fördert der LWV zwei Kontakt- und Beratungsstellen des Diakonischen Werks Bergstraße in Rimbach und Wald-Michelbach mit knapp 50 000 Euro sowie eine Einrichtung des Diakonischen Werks Rhein-Neckar in Eberbach mit rund 3200 Euro.

"Psychisch kranke Menschen sind zuweilen unsicher, finden nur schwer Kontakt und wissen oft nicht genau, an wen sie sich wenden sollen", sagt LWV-Landesdirektor Uwe Brückmann. In solchen Fällen seien Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen die richtigen Anlaufpunkte. Diese will der Landeswohlfahrtsverband finanziell absichern.

Niederschwelliges Angebot

Die Anlaufstellen sollen Betroffenen ein sehr niederschwelliges Angebot machen und so die Basis der gemeindepsychiatrischen Versorgung in Hessen bilden. Sie stehen sowohl Menschen mit einer seelischen Behinderung, also chronisch psychisch Kranken, als auch deren Angehörigen offen.

Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen bieten Betroffenen die Gelegenheit zu Gesprächen untereinander und mit den Mitarbeitern. Darüber hinaus ermöglichen die Begegnungsstätten eine gemeinsame Tagesplanung. Den Betroffenen werden zudem weiterführende Hilfestellungen oder eine stationäre Behandlung vermittelt. Eine verbindliche Teilnahme gibt es nicht, das Angebot ist offen.

Teil eines Verbundsystems

Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen sind in der Regel Bestandteil Psychosozialer Zentren, einem Verbundsystem, zu dem auch Tagesstätten und Betreutes Wohnen zählen. Sie werden von Trägern der freien Wohlfahrtspflege oder in kommunaler Trägerschaft betrieben.

Der Landeswohlfahrtsverband Hessen, Alleingesellschafter der Vitos GmbH, ist ein Zusammenschluss der Landkreise und kreisfreien Städte mit folgenden sozialen Aufgaben:

Unterstützung behinderter, psychisch kranker und sozial benachteiligter Menschen in Alltag und Beruf,

Betreuung von Kriegsbeschädigten, Angehörigen und Hinterbliebenen,

Trägerschaft von Förderschulen und Frühförderstellen. red

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