Bergstraße

Neue Selbsthilfegruppe

„Hören, verstehen, dazugehören“

Bergstraße.Im Kreis Bergstraße hat sich jetzt die Selbsthilfegruppe „Hören, verstehen, dazugehören“ gegründet. Zweck der Gruppe ist die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens, vorbeugende Gesundheitshilfe und die gegenseitige Unterstützung von Schwerhörigen, Ertaubten, Trägern von Cochlear-Implantaten sowie Tinnitus- und Hörsturz-Patienten. Auch Interessierte, Angehörige und Freunde von Betroffenen können sich hier informieren.

Jeder sechste Deutsche betroffen

Jeder sechste Deutsche hat ein Problem mit seinem Gehör. Der Anteil der Hörgeschädigten unter den Erwachsenen liegt bei rund 16 Prozent, während ab dem 50. Lebensjahr die Anzahl der von einer Hörschädigung Betroffenen exponentiell steigt. Bei den über 70-Jährigen haben bereits zwei Drittel ein Hördefizit.

Zu den häufigsten Ursachen eines teilweisen oder kompletten Ausfalls des Hörempfindens zählen Unfälle, medikamentöse Nebenwirkungen, ein Hörsturz, eine genetisch bedingte Hörstörung und vor allem eine Vielzahl an Erkrankungen. Das können Erkrankungen im Ohr selbst sein oder auch solche der Gehörbahnen im Gehirn. Auch Infektionskrankheiten verursachen häufig eine Hörbeeinträchtigung (zum Beispiel Röteln oder Meningitis).

Drei Arten der Hörstörung

Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen drei Arten von Hörstörungen: Der Schallleistungsschwerhörigkeit (Probleme im Außen- und Mittelohr), der Schallempfindungsschwerhörigkeit (Probleme im Innenohr) sowie dem kombinierten Hörverlust. Es sollen mit Vorträgen von Fachärzten, Informationen und Dialogen aus dem Internet und mit anderen Selbsthilfegruppen Erfahrungen ausgetauscht und Tipps über Operationsverfahren und gerätetechnische Innovationen sowie Neuigkeiten aus der medizinischen Forschung dargestellt und erläutert werden.

Erster Gruppenabend

Der erste Gruppenabend findet am Dienstag, 12. Februar, 18.30 Uhr, in Heppenheim im Restaurant „Athen“ (Wormser Tor 2) statt und soll in erster Linie dazu dienen, mit den interessierten Teilnehmern den inhaltlichen Ablauf und die Themenschwerpunkte der weiteren Gruppenabende abzustimmen und festzulegen. Sie sollen dann jeweils vierteljährlich am zweiten Dienstag in den Monaten Mai, August und November stattfinden. Die Teilnahme an den Abenden ist beitragsfrei. red

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