Bergstraße

Schienen-Neubaustrecke IHK-Vertreter drängen im Vorfeld der 11. Sitzung des Beteiligungsforums auf eine schnelle Umsetzung

ICE-Trasse – „Lärmschutz ist notwendig“

Archivartikel

Bergstraße.Bei der 11. Sitzung des Beteiligungsforums zur Schienen-Neubaustrecke Rhein/Main–Rhein/Neckar am 23. Oktober soll die von der Deutschen Bahn favorisierte Trassenführung auf der gesamten Strecke zwischen Frankfurt und Mannheim bekanntgegeben werden.

Im Vorfeld betonen die Industrie- und Handelskammern (IHK) Metropolregion Rhein-Neckar und Frankfurt am Main in einer gemeinsamen Presseerklärung die Bedeutung des Projektes für die beiden Wirtschaftsregionen Rhein-Main und Rhein-Neckar. Die neue Trasse werde den Wirtschaftsstandort massiv aufwerten. Eine bessere Anbindung durch den Ausbau des Fern-, Nah- und Güterverkehrs auf der Schiene könne entscheidend für die Standort- und Wohnortwahl von Unternehmen und Fachkräften sein. Die vier IHKs Darmstadt-Rhein-Main-Neckar, Pfalz, Rheinhessen und Rhein-Neckar, die unter der Marke „IHK Metropolregion Rhein-Neckar“ kooperieren, sowie die IHK Frankfurt am Main setzen daher auf eine möglichst schnelle Umsetzung der Planungen.

Aus Sicht der Kammern sollten sich die beteiligten Akteure im Rahmen des Gesamttrassenentscheids auf ein umfangreiches und durchdachtes Lärmschutzkonzept einigen, um die Akzeptanz zu erhöhen und den Zeitplan halten zu können. Das Lärmschutzkonzept sollte daher Maßnahmen für die Neubaustrecke wie auch für die vorhandenen Strecken in Nord-Süd-Richtung vorsehen. „Weitgehende Lärmschutzmaßnahmen sind nötig, um die Akzeptanz des Projektes in der Region zu erhöhen. Die Lärmschutzmaßnahmen dürfen aber den Beginn des Projektes nicht maßgeblich verzögern und nicht dazu führen, dass das Gesamtprojekt unwirtschaftlich wird“, heißt es in der Pressemitteilung. Für die Finanzierung von Lärmschutz über das gesetzliche Mindestmaß hinaus könnten Maßnahmen über die sogenannte Bedarfsplanumsetzungsvereinbarung (BUV) festgeschrieben werden. Für diese Lärmschutzmaßnahmen sollte dann ein absehbarer und verbindlicher Zeithorizont vereinbart werden. Jetzt gilt es aus Sicht der IHKs, Politik, Wirtschaft und Bevölkerung länderübergreifend einzubinden und diesen Konsens beim Lärmschutz schon heute vorzubereiten“, heißt es gemeinschaftlich von den fünf Industrie- und Handelskammern.

Die Konsenstrasse, auf die man sich im Kreis Bergstraße als Forderung geeinigt hat, sieht eine Strecknenführung entlang der A 67 mit einem langen bergmännischen Tunnel vor. Die Schienen sollen bereits vor Langwaden in der Erde verschwindet und erst hinter Lorsch wieder auftauchen.

In den betroffenen Regionen leben über 5,5 Millionen Menschen, fast 2,5 Millionen davon sind hier erwerbstätig und etwa 1,4 Millionen von ihnen pendeln zur Arbeit.

Die IHKs fordern deshalb „eine hochwertige Anbindung der Regionen an das Hochgeschwindigkeitsnetz der Deutschen Bahn und an den Flughafen Frankfurt“. Sie bauen darauf, dass freiwerdende Kapazitäten auf den Bestandsstrecken genutzt werden, um den Regional- und Nahverkehr zu verbessern. red

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