Bergstraße

Parteien Ortsverbandsvorsitzender kritisiert den Kreisvorstand / Unhöflichkeiten sollen zum Rücktritt einer Beisitzerin geführt haben

In der Bergsträßer AfD rumort es weiter

Archivartikel

Bergstraße.Im Bergsträßer AfD-Kreisverband herrscht offenbar auch nach den Neuwahlen vom März nicht nur gute Stimmung. Dieser Eindruck entsteht zumindest bei der Lektüre eines Schreibens, das Klaus Börsig, Vorsitzender des Ortsverbands Weschnitztal Überwald, an seine Parteifreunde verschickt hat. Börsig geht darin auf den Rücktritt der Beisitzerin Margareta Horle ein. Anders als vom Kreisvorstand dargestellt, sei sie nicht aus persönlichen Gründen zurückgetreten, sondern wegen „unüberbrückbarer Differenzen und fortgesetzter Unhöflichkeiten“ sowie der „Vorgehensweise einiger Mitglieder des Kreisvorstands“.

Horle selbst war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Börsig wollte sich gegenüber dieser Zeitung nicht äußern, bestätigte aber, dieses interne Schreiben verfasst zu haben. Er kritisiert darin auch den Kreisvorstand. Dieser sei bisher nur durch „zwei Rücktritte, extrem sparsame Informationspolitik, nicht sichtbare Pressemitteilungen, fehlende Teilnahme an Podiumsdiskussionen im Wahlkampf, mangelndem Kontakt zur Presse und Blockbildung zweier Ortsverbände im Kreisvorstand“, aufgefallen. Neben Horles Abschied war vergangene Woche auch der Rücktritt des stellvertretenden Kreissprechers Michael Heyn bekanntgeworden.

AfD-Kreisvorsitzender Karsten Bletzer teilte mit, Horle habe für ihren Rücktritt „persönliche Gründe“ angegeben. Die Aussagen Börsigs seien nicht nachvollziehbar. Da dieser kein Mitglied des Kreisvorstandes sei, sehe er keine Veranlassung, diese Aussagen zu kommentieren, fuhr Bletzer fort. Grundsätzlich lasse es sich im AfD-Kreisverband „recht harmonisch arbeiten“. Der Vorstand sei auf gutem Wege, die Partei organisatorisch und politisch nach vorne zu bringen.

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