Bergstraße

Pro Familia „Dumme Fragen gibt es nicht!“

Information in Schulen: Wie geht Sex?

Archivartikel

Bergstraße.„Dumme Fragen gibt es nicht.“ Mit diesem Wissen will das Sexualpädagogik-Team der Beratungsstelle Pro Familia in Bensheim Menschen jedes Alters zur Auseinandersetzung mit ihrer Sexualität einladen.

Steffen Brammer, Karolin Rumpf und Sabine Vormweg sind im ganzen Kreis unterwegs und besuchen Schulklassen, Jugendhilfeeinrichtungen aber auch Vereine. Zwei- bis viermal pro Woche sind sie von der Grund- bis zur beruflichen Schule im Einsatz. Überall ist man neugierig, was es zu wissen gibt, wenn die eigene Sexualität plötzlich relevant wird. Entweder steht das Thema auf dem Stundenplan oder die Klassenleitung sieht Handlungsbedarf.

Die Arbeit in gemischten Teams erlaubt das Arbeiten in getrennten Jungen- und Mädchen-Gruppen. Unterschiedliche Schwerpunkte ermöglichen einen geschlechtsspezifischen Zugang. Ziele sind eine verständliche und altersgemäße Aufklärung, die Erfahrung, über Sexualität reden und dabei eine angemessene Sprache nutzen zu können und das Kennenlernen von Verhütungsmitteln. Themen sind aber auch Rollenbilder, eigene Erfahrungen und Ängste, die körperliche Entwicklung, sexuelle Vielfalt, der Schutz vor sexualisierter Gewalt und die Arbeit der Beratungsstelle. Entscheidend dabei sind immer der Erfahrungshorizont und Gesprächsbedarf der Schüler.

Fortbildung im Angebot

Zur Arbeit des Teams gehören aber auch Fortbildungen für Lehrer, Erzieher und andere Multiplikatoren. Die Teilnahme an Elternabenden, Vorträge und anderem zur psychosexuellen Entwicklung, zur Pubertät, neuen Medien und Schutz vor sexueller Belästigung ergänzen das Angebot.

Grundsätzlich sind auch andere Themen und Zielgruppen vorstellbar. Deshalb freut sich das Team über Anfragen aus allen Bereichen des täglichen Lebens, in denen Sexualität direkt oder indirekt eine Rolle spielen kann. „Sportvereine könnte interessieren, wie Jungen und Mädchen auch in ihren Reihen in ihrer Entwicklung und im Umgang miteinander gefördert werden können. Kirchengemeinden, Jugend- und Bildungseinrichtungen können sich anmelden. Mit vielfältigen Methoden und Ideen sollen individuelle Zugänge geschaffen werden“, schreibt Pro Familia in einem Aufruf. Zusätzlich können individuelle Fragestellungen in vertraulichen Einzelgesprächen vertieft oder genauer betrachtet werden. red

Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel