Bergstraße

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Irene Dannemann

Archivartikel

ist neue Pfarrerin in der Viernheimer Christuskirchengemeinde

Die evangelische Christuskirchengemeinde in Viernheim hat eine neue Pfarrerin. Irene Dannemann hat ihren Dienst am 1. August angetreten. „Es ist ein kompletter Neustart in einer mir unbekannten Gegend“, sagt die 56-Jährige über ihren neuen Wirkungskreis.

Sie ist gerade dabei, Viernheim zu entdecken. Das tut sie vorzugsweise mit dem Fahrrad. Dabei, so sagt sie, könne sie schnell mal absteigen und mit Menschen ins Gespräch kommen.

„Ich bin in Viernheim freundlich begrüßt worden. Die Menschen sind mir sehr sympathisch. Ich spüre hier eine gewisse Lockerheit. Auch im Kirchenvorstand ist die Atmosphäre offen und ehrlich.“

„Eine gute Perspektive“

Die Pfarrerin war zuvor 17 Jahre in Bad Vilbel in der Wetterau tätig. Ihre ersten Pfarrämter hatte sie in Frankfurter Stadtteilen Griesheim und Nieder-Eschbach. Was hat sie bewogen, ganz im Süden der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) eine neue Herausforderung zu suchen? „Ich habe noch zehn Dienstjahre vor mir. Jetzt noch einmal zu wechseln, ist für mich eine gute Perspektive. Die Gespräche mit dem Kirchenvorstand hatten mich ermutigt. Und ich bin Team-Playerin. Dass mit Klaus Traxler ein weiterer Pfarrer in der Christuskirchengemeinde tätig ist, kommt mir sehr entgegen.“

Irene Dannemann nimmt sich nach eigenen Angaben Zeit für Gespräche. Seelsorge, so sagt sie, sei ein wichtiger Schwerpunkt ihrer Arbeit.

Dass nach dem Gottesdienst zum Kirchencafé eingeladen werde, ermögliche engere Kontakte zu den Gemeindemitgliedern. „Im Gottesdienst probiere ich gern auch mal etwas Neues aus. Mir ist es wichtig, dass bei der Auseinandersetzung mit biblischen Texten deutlich wird, was das für uns und unser Leben heute bedeutet. Ich kann mir auch vorstellen, die Gemeinde aktiv in die Predigt einzubinden.“

Begleitung der Kinder

Ein weiteres Aufgabenfeld sei die Begleitung der Kinder. Im neuen Schuljahr werde sie Religionsunterricht an der Grundschule geben. Den Kindergottesdienst möchte sie spielerisch-kreativ gestalten.

Irene Dannemann ist promovierte Theologin. Nach ihrem Vikariat, der praktischen Ausbildung zur Pfarrerin, hatte sie ihre Doktorarbeit über weniger bekannte Frauen im Markus-Evangelium geschrieben. Zum Beispiel über die Tochter von Herodias, der Frau von Herodes, die nach der Hinrichtung von Johannes dem Täufer dessen Kopf als Belohnung gefordert hatte. Ihre Doktorarbeit hat den passenden Titel „Aus dem Rahmen fallen.“

Zwei Töchter, ein Enkel

Die Theologin ist mit ihrem Mann ins Pfarrhaus neben der Friedenskirche eingezogen. Das Ehepaar hat zwei erwachsene Töchter und einen Enkel.

Neben Radfahren, das ihr, wie sie betont, „im ebenerdigen Viernheim“ ganz besonders leicht fällt, gehört Wandern zu ihren Hobbys.

Dekan Arno Kreh wird Pfarrerin Irene Dannemann am 12. August in ihr neues Amt einführen. Der Gottesdienst in der Friedenskirche (Konrad-Adenauer-Allee 16) beginnt um 17 Uhr. red/BILD: Biewendt

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