Bergstraße

Kreisjubiläum Landrat hatte vier ehemalige Mitarbeiter zu Gast

Kaffeetrinken mit 80-Jährigen

Archivartikel

Bergstraße.Im vergangenen Jahr feierte der Kreis Bergstraße seinen 80. Geburtstag. Dieses runde Jubiläum wurde mit einem festlichen Gottesdienst und einem Konzert der Starkenburg Philharmoniker begangen. Das Jubiläumsjahr klang kürzlich in kleinem Rahmen mit einem Kaffeetrinken bei Landrat Christian Engelhardt aus, der ehemalige Mitarbeiter der Kreisverwaltung, die in diesem Jahr ebenfalls 80 geworden sind, eingeladen hatte. „Es freut mich sehr, dass Sie heute hier erschienen sind, um gemeinsam mit mir zu feiern, dass es den Kreis Bergstraße seit 1938 gibt – dem Jahr, in dem auch Sie alle geboren wurden“, begrüßte der Landrat seine vier Gäste Christa Busch, Waltrud Gottwein, Hildegard Knapp und Ernst Stalf.

„Sie haben so viele Landräte hier erlebt, während Sie für den Kreis gearbeitet haben, das ist wirklich sehr beeindruckend. Es zeigt mir aber auch ganz deutlich, dass die Verwaltung eine Konstante ist. Sie bleibt gleich, egal wie die Wahlen ausgehen.“

Die Erinnerungen an die Arbeit für den Kreis waren bei den vier Ehemaligen durchaus unterschiedlich – abhängig davon, ob sie direkt in der Verwaltung oder an den Schulen arbeiteten. Für Hildegard Knapp, die als Hausmeisterin in der Grundschule Nieder-Liebersbach gearbeitet hat, und Ernst Stalf, der in der Ulfenbachtalschule in Grasellenbach-Wahlen Hausmeister gewesen ist, war das Besondere an ihrer Beschäftigung beim Kreis Bergstraße das Arbeiten mit den Kindern. „Es hat einfach Spaß gemacht, all die Jahre für die Kinder da zu sein. Sie konnten mit allen großen und kleinen Sorgen zu mir kommen“, berichtete Knapp über ihre damalige Tätigkeit. Der ehemalige Hausmeister Ernst Stalf stimmte ihr zu: „Als Hausmeister hatte ich eine richtig gute Bindung zu den Kindern. Das war toll.“

Christa Busch hingegen erinnerte sich noch gut daran, wie es war, mit der Schreibmaschine zu schreiben: „Das Tippen war um einiges anstrengender, als es das heute auf den Computertastaturen ist. Vor allem gab es damals keinerlei Korrekturmöglichkeiten. Wenn wir uns einmal vertippt hatten – und sei es, dass nur ein Buchstabe zu viel war – mussten wir das ganze Dokument noch einmal neu schreiben.“

Auch Waltraud Gottwein, die einige Jahre in der Passabteilung gearbeitet hatte, erinnerte sich noch an diese Zeit. „Bei den Pässen und Personalausweisen war es sogar so, dass ich die noch mit Tinte und Federhalter von Hand geschrieben habe“, berichtete die 80-Jährige.

Über die Veränderungen, welche die Digitalisierung in der Verwaltung mit sich bringt, staunten die ehemaligen Bediensteten. Von Engelhardts Bericht, dass es beim kommunalen Jobcenter „Neue Wege“ beispielsweise gar keine Papierpost mehr gibt, schüttelten die Ehemaligen beeindruckt den Kopf.

„Ich danke Ihnen allen, für Ihre langjährigen Dienste beim Kreis Bergstraße. Sie sind ein Musterbeispiel dafür, dass es die Menschen sind, die in der Kreisverwaltung arbeiten, die den Kreis prägen und ihm ein Gesicht geben“ betonte der Landrat zum Abschied. red

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