Bergstraße

Natur Fünf neue ehrenamtliche Helfer informieren im Kreis Bergstraße über die bedrohte, völlig harmlose Schlangenart

Keine Angst vor der Äskulapnatter

Archivartikel

Bergstraße.„Der Kreis Bergstraße zeichnet sich durch seine landschaftliche Vielfalt aus. Durch die unterschiedlichen Ökosysteme, die hier vorzufinden sind, bietet er Lebensraum für zahlreiche, auch vom Aussterben bedrohte Tierarten wie den Flussregenpfeiffer auf der Weschnitzinsel bei Nordheim oder die Äskulapnatter, die im südlichen Odenwald und im Neckartal vorkommt“, schreibt der Kreis Bergstraße in einer Pressemitteilung.

Und da die Natter von Menschen errichtete Trockenmauern als sicheren Unterschlupf und zum Sonnenbaden liebt und sich gerne dort aufhält, komme es immer wieder zu einem Aufeinandertreffen von Mensch und Tier. „Äskulapnattern sind sehr seltene, aber freundliche und ungefährliche Gäste. Sie sind weder giftig noch angriffslustig“, erklärt Umweltdezernent und hauptamtlicher Kreisbeigeordneter Karsten Krug.

Größte einheimische Art

Wer in seinem Garten auf ein Exemplar treffe, könne sich vielmehr freuen: „Die Ansiedlung dieser Natter ist ein Beweis für ein gesundes und funktionierendes Ökosystem.“ Dennoch sind Gartenbesitzer bei der ersten Sichtung einer Äskulapnatter oft erschrocken, schließlich ist diese mit über einem Meter Länge die mit Abstand größte einheimische Schlangenart.

Der Kreis rät Bürgern, die eine Äskulapnatter auf ihrem Grundstück bemerken und Fragen dazu haben, sich an die Untere Naturschutzbehörde zu wenden. Seit Neuestem stehen den Bergsträßern außerdem fünf ausgebildete sogenannte „ehrenamtliche sachkundige Helfer“ als Ansprechpartner zur Äskulapnatter mit Rat und Tat zur Seite.

Claudia Mudra, Andreas Quell, Brigitte Schuchmann, Erwin Binder und Gerhard Rohr informieren Interessierte über die Schlange und helfen bei konkreten Fragen vor Ort. Die entsprechenden Kontaktdaten der Helfer und auch der Unteren Naturschutzbehörde sowie weitere Informationen finden Interessierte im Internet.

Information und Schutz

„Ich freue mich sehr, dass wir gleich fünf ehrenamtliche sachkundige Helfer haben, die den Bürgern bei Fragen zur Seite stehen und sich gleichzeitig für den Schutz der Äskulapnatter einsetzen. Ich wünsche ihnen für ihre Arbeit alles Gute und viel Erfolg“, lobte Krug. zg

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