Bergstraße

Klima Regional einkaufen, das schützt auch den Amazonas

Konsumenten haben es mit in der Hand

Archivartikel

Seit Monaten gibt es nach Angaben des World Wildlife Fund (WWF) im Amazonasgebiet tausende und abertausende unkontrollierte Brandherde. Entstanden sind sie unter anderem durch die zuvor vom brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro erlaubte Brandrodung.

Die Europäische Union spendete circa 20 Millionen Euro zur Rettung des entflammten Regenwaldes. Bolsonaro weigert sich jedoch, die Hilfe anzunehmen.

„Wir können nicht hinnehmen, dass Präsident Macron unangebrachte Angriffe auf das Amazonasgebiet fährt und seine Absichten hinter einer ,Allianz’ der G7-Staaten zur ,Rettung’ des Amazonasgebiets versteckt, als ob wir eine Kolonie oder Niemandsland wären“, schrieb er auf Twitter.

Das Geld wollte Brasiliens Präsident nur annehmen, wenn gewährleistet werden könne, dass er die vollständige Kontrolle darüber habe und entscheiden könne, wie das Geld ausgegeben werde.

Brandrodung hat zugenommen

Die Folgen des in Brand geratenen Amazonasgebietes für Deutschland werden nicht unmittelbar zu spüren sein. Es wird mehrere Jahre dauern, bis der Klimawandel, der durch den Brand beschleunigt wird, auch hierzulande bemerkbar ist. Allein seit dem Amtsantritt des Präsidenten Jair Bolsonaro im Januar ist die Entwaldung durch Brandrodung drastisch angestiegen.

Boykott für mehr Nachhaltigkeit

Inzwischen boykottieren viele bekannte Modelabels den Kauf von brasilianischem Leder. Auch hier in Deutschland wird immer häufiger darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, nachhaltigere Produkte zu kaufen. Insbesondere die brasilianische Fleischproduktion – durch die Brandrodung wird Weideland für die Rinderzucht gewonnen – kann massiv beeinflusst werden, wenn die Verbraucher nur noch regionale Lebensmittel verwenden.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel