Bergstraße

Krankenstand leicht gesunken

19,2 Tage fehlten Arbeitnehmer im Jahr 2017 im Schnitt krankheitsbedingt

Der Krankenstand unter den Versicherten der AOK Hessen ist im Kreis Bergstraße im Jahr 2017 im Vorjahresvergleich von 5,4 Prozent auf 5,3 Prozent leicht gesunken. Das zeigt der aktuelle Gesundheitsbericht der Krankenkasse. Die AOK-versicherten Arbeitnehmer waren 2017 im Durchschnitt 19,2 Tage krankgeschrieben – was einem Rückgang um zwei Prozentpunkte entspricht. Die durchschnittliche Krankheitsdauer pro Fall lag bei 12,6 Tagen. Bundesweit lag der Krankenstand unter AOK-Versicherten im Durchschnitt bei 5,3 Prozent.

Verwaltung stark betroffen

Besonders hoch war der Krankenstand mit 6,8 Prozent im Februar, besonders niedrig im April, Juli und August (4,8 Prozent). Diese Werte spiegeln besonders das Erkältungs- und Grippegeschehen in den Wintermonaten wider. Der Anteil von Arbeitsunfähigkeitsfällen mit einer Dauer von mehr als sechs Wochen betrug 4,5 Prozent. Diese Langzeiterkrankungen verursachten jedoch 42,4 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage. Die Branche Öffentliche Verwaltung/Sozialversicherung hatte mit 6,7 Prozent den höchsten Krankenstand. Der niedrigste Wert war im Wirtschaftszweig Land- und Forstwirtschaft mit 2,7 Prozent festzustellen.

Gesundheitsförderung

Fehlzeiten haben für Mitarbeiter wie Unternehmen besondere organisatorische, soziale und persönliche Belastungen zur Folge. „Die Unternehmen sind aber auf gesunde Beschäftigte aller Altersgruppen angewiesen und immer stärker auch auf ältere Beschäftigte, da das Erwerbspersonenpotenzial in Deutschland zukünftig sinken wird“, sagt Norbert Diehl, AOK-Chef für den Kreis Bergstraße. Die AOK Hessen ist deshalb seit vielen Jahren in der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) aktiv und kann interessierten Unternehmen maßgeschneiderte Angebote erstellen. Dazu gehören zum Beispiel betriebsspezifische Analysen, Prozessbegleitung und Steuerung von BGF-Maßnahmen, passgenaue Gesundheitsprogramme und ein Erfolgscontrolling.

Krankheitsbedingte Fehlzeiten sind sowohl für Betriebe und Verwaltungen als auch für Krankenkassen und die Volkswirtschaft insgesamt mit erheblichen Kosten verbunden. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin betrugen belief sich der Verlust an Arbeitsproduktivität durch Arbeitsunfähigkeit im Jahr 2016 auf circa 133 Milliarden Euro. red

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