Bergstraße

Vorstandswahlen Führungsriege im Amt bestätigt

Kreisjugendring beklagt die ausufernde Bürokratie

Archivartikel

Bergstraße.Der Kreisjugendring Bergstraße hat seinen Vorstand gewählt. Bruno Ehret von der Evangelischen Jugend und Werner Hartel von der Sportjugend wurden bei der Zusammenkunft bei der Luftsportjugend in Bensheim als erste und zweite Vorsitzende in ihren Ämtern bestätigt.

Im Bericht des Vorstandes wurde besonders David Hartel als Rechner hervorgehoben, der ebenfalls in sein Amt wiedergewählt wurde. Er hatte in einem langwierigen Prozess die Rechnungsführung des Kreisjugendrings an das neue Doppik-System des Kreises angepasst.

Des Weiteren lag ein besonderes Augenmerk auf der Erstellung der Homepage durch Ulf Beyer von der Adventjugend, der auch weiter als Beisitzer im Vorstand diese Arbeit weiterführen kann.

Für den neuen Vorstand stehen noch Juleica Seminare und die Durchführung der Dankeschön-Veranstaltungen auf dem Arbeitsprogramm ihrer Wahlperiode. Als Beisitzer wurden weiterhin Martin Beck und Markus Döring von der Naturfreundejugend und Elifcan Demir von der Alevitischen Jugend gewählt.

Gudrun Frese von der Rot-Kreuz-Jugend scheidet aus privaten Gründen aus dem Vorstandsgremium aus. Sie wurde für ihre langjährigen Dienste geehrt.

Abschließend berichteten die Mitarbeiter des Kreises Ulrich Schneider und Melanie Vermehr von der Umsetzung des Kinder- und Jugendschutzgesetzes. Dazu müssen von den Verbänden die Vereinbarungen mit dem Kreis unterschrieben an den Kreis zurückgehen, wenn jemand Geldmittel für Jugendhilfeleistungen aus dem Kreishaushalt beantragen möchten.

Der Vorsitzende des Kreisjugendrings Ehret bedauerte es sehr, dass es in der Vereinbarung bei der Beantragung eines Führungszeugnisses für ehrenamtliche Mitarbeiter geblieben ist. Da diese einen unverhältnismäßig hohen bürokratischen Aufwand für die Verbände bedeutet, würden kleine Verbände, die dies ehrenamtlich nicht organisieren können, von der Jugendförderung ausgeschlossen. Ebenso werden sich Jugendliche von der Ehrenamtlichkeit verabschieden, die sich scheuen, ihr Führungszeugnis vorzuzeigen, weil dort möglicherweise auch kleinere Vergehen verzeichnet sind.

Eine White Card, wonach ehrenamtlichen Helfern von der Führungszeugnisbehörde eine Unbedenklichkeitsbestätigung im Sinne des Kinder- und Jugendschutzgesetzes bescheinigt wird, wie sie von den Spitzenverbänden im Bundestag gefordert wurde, sei aus nicht nachvollziehbaren Gründen nicht zum Zuge gekommen. „Eine Gesetzgebung, die gegen alle Erfahrungen ehrenamtliche Jugendhilfearbeit behindert, muss sich fragen lassen, ob das Kindeswohl tatsächlich im Fokus ihres Handelns stand,“ so Ehret. Wer Fragen rund um die Vereinbarung habe, könne sich an den Kreis oder an den Kreisjugendring wenden. red

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