Bergstraße

Sterne des Sports Nach dem Erfolg auf Landesebene fährt der Boxclub am 21. Januar nach Berlin / Würdigung für außergewöhnliche Aktivitäten oder Angebote

KSC Bensheim hofft auf den „Oscar des Breitensports“

Berlin/Bergstraße.„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ Das singen normalerweise die Fußball-Fans nach Erfolgen im DFB-Pokal. Beim KSC Bensheim darf das Lied ebenfalls angestimmt werden – allerdings aus einem anderen, ebenfalls erfreulichen Grund: Der Boxclub aus Bensheim, der bereits im November auf Landesebene mit dem „Großen Stern des Sports“ in Silber ausgezeichnet wurde, darf nun für Hessen auf den Bundessieg und den „Großen Stern des Sports“ in Gold hoffen.

Die Verleihung findet im feierlichen Rahmen am 21. Januar (einem Dienstag) in der Berliner DZ BANK statt. In der beeindruckenden Location unmittelbar neben dem Brandenburger Tor wird Bundeskanzlerin Angela Merkel den „Oscar des Breitensports“ zusammen mit dem Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Alfons Hörmann, und der Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Marija Kolak, überreichen. Insgesamt hoffen 17 nominierte Vereine auf die begehrte Auszeichnung und einen Siegerscheck über 10 000 Euro.

Kinder lernen soziale Kompetenz

Das Ziel des KSC Bensheim ist klar definiert: Junge Menschen sollen durch Boxen fürs Leben lernen. Nachwuchssorgen hat der Boxclub nicht. Mehr als 70 Prozent der Mitglieder sind unter 13 Jahre alt. Kein Wunder, denn der Verein legt seinen Fokus auf Sport für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 14 Jahren.

„Ganzheitliches Sportprogramm – Kinder & Jugendliche durch Boxen stärken“ heißt die Devise. Neben Bambini- und Kinder-Kickboxen engagiert sich der Verein im Sportförderunterricht und hat mit „Therapeutisches Boxen ADHS“ ein ganz eigenes Konzept entwickelt. Kinder mit ADHS-Diagnose können sich beim Boxen körperlich auspowern, müssen aber auch klare Anweisungen und Regeln beachten. Der Sport stärkt ihr Selbstbewusstsein und Körpergefühl, sie lernen soziale Kompetenzen und steigern ihre Konzentration. Das alles wirkt sich positiv auf Schule und Familie aus.

„Freut euch auf Berlin“

Über den „Großen Stern des Sports“ in Silber und die Chance auf Gold in der Bundeshauptstadt freut sich auch die Volksbank Darmstadt-Südhessen, die den Siegerverein für den Wettbewerb nominiert hatte. „Freut euch auf Berlin“, gratuliert auch Bankvorstand Jörg Lindemann von der Volksbank Darmstadt-Südhessen. Hier hatten die Bensheimer ihre Bewerbung eingereicht.

Ob es bei der Veranstaltung am 21. Januar tatsächlich den „Großen Stern des Sports“ in Gold aus den Händen der Bundeskanzlerin geben wird, entscheidet eine hochkarätige Expertenjury. Prämiert werden die drei bestplatzierten Vereine. Durch zusätzliche Geldprämien auf Regional- und Landesebene erhielten die teilnehmenden Vereine in den vergangenen Jahren insgesamt bereits mehrere Millionen Euro als Anerkennung und zum Ausbau ihres gesellschaftlichen Engagements.

Mit dem Wettbewerb „Sterne des Sports“ würdigen die Volksbanken Raiffeisenbanken zusammen mit dem DOSB seit 2004 außergewöhnliche Aktivitäten oder Angebote von Sportvereinen und deren besonderes Engagement. Projekte aus Bereichen wie Bildung und Qualifikation, Ehrenamtsförderung, Gesundheit und Prävention, Gleichstellung, Integration und Inklusion oder Klima-, Natur- oder Umweltschutz werden alljährlich ausgezeichnet. red

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