Bergstraße

Bildung Gesamtpersonalrat kritisiert Reaktion auf Resolution

Lehrer vom Ministerium enttäuscht

Archivartikel

Bergstraße/Wiesbaden.Verwundert zeigt sich der Gesamtpersonalrat der Lehrer über eine Antwort aus dem Kultusministerium auf eine erneute Resolution von 115 Personalräten aller Schulen des Schulamtsbezirkes Bergstraße und Odenwald.

Schon 2018 hatte man in einer ersten Resolution auf die vielfältigen Missstände hingewiesen und dringend um Abhilfe durch zum Beispiel Reduzierung der Klassen- und Kursgrößen gebeten. In keinem der aufgeführten Bereiche war jedoch seitdem eine Verbesserung zu spüren, eher im Gegenteil: Neue Aufgaben und Anforderungen sind seitdem hinzugekommen.

Schlechte Arbeitsbedingungen

Deshalb wandten sich die Personalräte im November in einem erneuten Schreiben an das Ministerium und machten auf die schlechten Arbeitsbedingungen aufmerksam, die sich unter anderem in einer Unterbesetzung mit ausgebildetem Personal sowie einem hohen Grad an Bürokratie und Verwaltungsanforderungen manifestieren.

Auf die vielen aufgeführten Punkte ging man in dem knapp zwei Absätze langen Antwortschreiben allerdings gar nicht erst ein, sondern verwies lapidar auf das vormalige Antwortschreiben von 2018. „Das erstaunt dann doch“ meint Tony Schwarz, Vorsitzender des Gesamtpersonalrats.

Wenn das Kultusministerium auf die nicht abreißenden Appelle aus ganz Hessen nichts anderes zu erwidern wisse als „ist uns bekannt, wir haben dazu nichts Neues zu sagen“ und ansonsten auf die Schulämter verweise, die an der von der Politik verursachten Problemlage so gut wie nichts ändern könnten, sei das „in unseren Augen eine Bankrotterklärung der hessischen Schulpolitik“. pol

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