Bergstraße

GEW Führungstrio mit einem neuen Drittel / Ehrungen bei der Hauptversammlung in Bensheim

Lehrergewerkschaft bestätigt ihre Führung

Bergstraße.Der Kreisverband Bergstraße der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat ein Führungstrio mit einem neuen Drittel. Bei der Hauptversammlung in Bensheim wurden Elke Fischer und Holger Giebel als Vorsitzende bestätigt. Friedemann Sonntag rückt neu ins Vorsitzendenteam und ersetzt Dorothee Jeckel, die zukünftig etwas kürzer treten möchte und deshalb nicht mehr kandidierte. Die Haupt- und Realschullehrerin bleibt dem GEW-Vorstand aber als Beisitzerin weiter erhalten.

Seniorenvertreter Erich Gerbig kandidierte ebenfalls nicht mehr. Seine Position wird Christine Hauck neu bekleiden. Zudem wird der bisherige Vorstand, dessen übrige Mitglieder allesamt in ihren Ämtern bestätigt wurden, künftig durch Tanja Jekel und Antje Weitz ergänzt.

Giebel bedankte sich im Namen des gesamten Vorstandes bei der Versammlung für das entgegengebrachte Vertrauen. Eine kurzweilige Präsentation, die Sonntag vorbereitet hatte, bot einen Rückblick auf die zahlreichen Aktionen zurückgeblickt, die die GEW im Jahr 2019 initiiert hatte.

Neben der inzwischen schon traditionellen Veranstaltung anlässlich des Holocaust-Gedenktags oder einem stimmungsvollen Sommerfest war die Gewerkschaft an der Organisation diverser Vortragsveranstaltungen beteiligt, die auf großes Besucherinteresse trafen. Ein großes Echo in der Öffentlichkeit erzeugte zudem eine Aktion für die A13-Besoldung von Grundschullehrkräften. Auf sehr gute Resonanz stießen zudem die Schulungsveranstaltungen für sozialpädagogische Fachkräfte an den Schulen, sogenannte UBUS-Kräfte.

Personalratswahlen im Blick

Im Vorfeld der im Mai stattfindenden Personalratswahlen verabschiedete die GEW zudem ihre Kandidatenlisten. Tony Schwarz, Gesamtpersonalratsvorsitzender und stellvertretender Landesvorsitzender der GEW, attestierte der GEW-Fraktion im Gesamtpersonalrat eine sehr gute Arbeit. Schon lange Zeit habe die Bildungsgewerkschaft die Mehrheit in dem Gremium, was jedoch nicht immer so gewesen sei. „Gemeinsam haben wir das geschafft. Wir möchten selbstverständlich versuchen, unsere Mehrheit noch auszubauen“, unterstrich Schwarz.

Die GEW sei im Gesamtpersonalrat die einzige Kraft, die sich nachdrücklich auch für die angestellten Kollegen im Bildungssystem engagiere. „Der zweite Angestelltenplatz im Gesamtpersonalrat wird aktuell von einem Vertreter der anderen Fraktion besetzt. Es steckt in der Natur der Sache, dass sich ein Mitglied des Beamtenbundes speziell in den Themen der Angestellten nicht besonders engagiert“, merkte Schwarz an. Deshalb habe er die Hoffnung, dass es bei der Wahl gelingt, so viele Angestellte von der Arbeit der GEW zu überzeugen, dass es für den zweiten Angestelltenplatz im Gremium reicht. Bei der zurückliegenden Wahl wurde dieser nur um Haaresbreite verfehlt.

Im Anschluss an die Hauptversammlung ehrte der GEW-Kreisverband langjährige Mitglieder. Marga Klose konnte zwar bei der Veranstaltung nicht anwesend sein, doch sie war es Giebel dennoch wert, lobende Worte für die Treue der früheren Lehrerin zu sprechen: „Marga Klose ist seit nunmehr 72 Jahren GEW-Mitglied. Eine solch lange Mitgliedschaft ist keine Selbstverständlichkeit. Wir sind froh, ein solch treues Mitglied in unseren Reihen zu haben.“

Seit 50 Jahren ist Hans Rücker GEW-Mitglied. Der frühere Lehrer an der Geschwister-Scholl-Schule in Bensheim und langjährige Fachleiter am Studienseminar sagte, dass er gemeinsam mit der GEW viel bewegen konnte. So sei es ihm gemeinsam mit weiteren Mitstreitern aus der Gewerkschaft gelungen, die geplante Schließung des Studienseminars zu verhindern.

Berndt-Ullrich Dolle, der für 40-jährige Treue zur Gewerkschaft ausgezeichnet wurde, erklärte, dass es ihm dank der Unterstützung eines Rechtsanwalts, der ihm von der GEW zur Seite gestellt worden war, gelang, ihm zustehende Rentenbezüge zu erhalten. Diese wurden ihm, als Bezieher von amtlichen Ruhebezügen, zunächst verweigert, obwohl diese ihm eigentlich hätten gezahlt werden müssen. red

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